Montag, 16. September 2019

Nici-Pleite Goleo ist nicht schuld

WM-Maskottchen Goleo ist offenbar zu Unrecht zum Sündenbock für die Pleite des Plüschtierherstellers Nici gemacht worden. Bei dem Unternehmen verdichten sich Hinweise auf Bilanzbetrug. Scheinrechnungen seien aufgetaucht.

WM-Maskottchen Goleo:
"Am Verkauf von Goleo liegt es nicht"
München - Wirtschaftsprüfer seien bei Nici in großem Umfang auf Scheinrechnungen und manipulierte Lieferscheine gestoßen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Freitagausgabe. Der entstandene Fehlbetrag könne "etliche zehn Millionen Euro" betragen.

Im Zusammenhang mit den Vorwürfen hätten Staatsanwälte und Polizei am Donnerstag unter anderem die Nici-Zentrale und das Privathaus von Ex-Vorstandschef Ottmar Pfaff durchsucht. Die Staatsanwaltschaft habe dazu keine Stellung genommen und eine Erklärung für Freitag angekündigt.

Zugleich wies Insolvenzverwalter Michael Jaffé einen Zusammenhang zwischen der Schieflage von Nici und einem schleppendem Verkauf des WM-Maskottchens Goleo zurück. "Am Verkauf von Goleo liegt es überhaupt nicht", sagte er der Zeitung. Jetzt werde mit Hochdruck daran gearbeitet, die tatsächlichen Umsätze zu ermitteln, um die Firma zu retten.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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