Lanxess Drei neue Werke in China

Der Chemiekonzern Lanxess expandiert in Asien. Im laufenden Jahr werden drei neue Produktionsstätten in Betrieb gehen, bis zu 1000 neue Mitarbeiter sollen in der Region eingestellt werden.

Shanghai - Der Chemiekonzern Lanxess  will sein Geschäft in den nächsten Jahren schwerpunktmäßig auf China und andere asiatische Länder konzentrieren. "Asien ist unsere Priorität Nummer eins", sagte der Vorstandsvorsitzende Axel Heitmann auf der größten Kunststoffmesse des asiatischen Kontinents, der "Chinaplas 2006" in Schanghai. "Die Ausrichtung unseres Unternehmens ist mit einer Kompassnadel vergleichbar. Sie zeigt dorthin, wo die Anziehungskraft, sprich potenzielles profitables Wachstum, am stärksten ist."

"Allein in diesem Jahr werden daher drei völlig neue Produktionsstätten in China ihren Betrieb aufnehmen", erklärte Heitmann am Mittwoch. In den kommenden drei Jahren sollen in Asien bis zu 1000 neue Mitarbeiter eingestellt werden. "Rund zwei Drittel davon werden alleine für unsere Projekte in China benötigt", ergänzte Heitmann. Derzeit hat der im MDax  notierte Konzern mit Sitz in Leverkusen 1900 Beschäftigte in Asien.

Im vergangenen Jahr hatte Lanxess in der Region Asien-Pazifik einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro erwirtschaftet, ein Plus von 21 Prozent im Vergleich zu 2004. Der Anteil der Region am gesamten Umsatz des Konzerns lag bei 17 Prozent. Vor allem die neuen Produktionskapazitäten hätten die Stellung in der Region verbessert. "Daher haben sich auch die Lanxess-Investitionen in Asien im letzten Jahr verdoppelt", erklärte Heitmann.

Zu den Projekten in China gehört eine neue Produktionsanlage für Kunststoffe in Wuxi nahe Schanghai, die am Donnerstag eingeweiht werden soll. Im Sommer soll in Weifang in der Provinz Shangdong eine Anlage zur Produktion der Chemikalie Hydrazinhydrat in Betrieb gehen. Zudem werde mit dem chinesischen Partner Tong Feng und dem chinesischen Chemiekonzern Xinda ein neues Werk in Tongling in der Provinz Anhui gebaut, das Ende dieses Jahres die Produktion starten solle.

Lanxess kündigte zudem an, in den nächsten zwei Jahren an den indischen Standorten Moxi, Katol und Nandesari die Kapazität für die Produktion von ABS-Kunststoffen um 20.000 Tonnen auf 80.000 Tonnen anzuheben. Eine weitere Aufstockung des Volumens auf 100.000 Tonnen sei möglich.

dpa, reuters

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