DaimlerChrysler-HV Warum geben Sie Smart nicht komplett auf?

Eine Sprecherin der Fondsgesellschaft DWS hat auf der Hauptversammlung des Autobauers DaimlerChrysler ein moderates Tempo beim Umbau des Konzerns angemahnt. Gleichzeitig äußerte sie sich kritisch zur geplanten Sanierung der Smart-Baureihe und verlangte mehr Leistung von Mercedes.

Berlin - Es sei wichtig, das Unternehmen nicht zu überfordern "und zu riskieren, dass zuviel Know-How verloren geht", sagte DWS-Vertreterin Susan Levermann am Mittwoch bei dem Aktionärstreffen. Gleichzeitig mahnte sie jedoch eine Steigerung der Profitabilität an. Die zur Deutschen Bank gehörende DWS hält nach eigenen Angaben aktuell rund 11,6 Millionen Aktien von DaimlerChrysler. Das entspricht knapp 1,2 Prozent der Anteile.

Einige Probleme seien bereits angegangen worden, sagte Levermann weiter. So sei das "Drama Mitsubishi" beendet worden und auch die Trennung vom Smart ForFour unter der Ägide des neuen Vorstandschefs Dieter Zetsche sei positiv.

Dennoch sei die defizitäre Marke Smart, die bis 2007 in die schwarzen Zahlen gehievt werden soll, an sich in Frage zu stellen. "Warum nutzen Sie diese Chance nicht, um die Baureihe Smart komplett aufzugeben?" fragte Levermann.

Nach wie vor nicht zufrieden stellend sei aber die Situation bei Mercedes. Das Margenziel von sieben Prozent im kommenden Jahr sei nicht ehrgeizig genug. "BMW erwirtschaftet im gleichen Preissegment mehr Marge, von Porsche ganz zu schweigen." Außerdem sollte die Ausweitung der Modellpalette auf "Randsegmente" wie die B-Klasse auf den Prüfstand.

dpa

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