KarstadtQuelle Auch Zentralen werden verkauft

Nach seinen Warenhäusern verkauft KarstadtQuelle jetzt auch seine Zentralen. Zu den Immobilien, die für insgesamt 600 Millionen Euro an neue Besitzer gebracht werden sollen, gehören laut Unternehmensangaben auch die Konzernzentrale in Essen und die Neckermann-Verwaltung in Frankfurt am Main.

Frankfurt am Main – Dies bestätigte Finanzvorstand Harald Pinger der Zeitung "Euro am Sonntag". Über Käufer wurde nichts bekannt.

Am Montag hatte KarstadtQuelle den Verkauf seiner Waren- und Sporthäuser für bis zu 4,5 Milliarden Euro an ein Joint Venture bekannt gegeben, an dem der Goldman-Sachs-Immobilienfonds Whitehall 51 Prozent und KarstadtQuelle  selbst 49 Prozent halten. Die Immobilien werden anschließend von Karstadt zurückgemietet. Am Aktienmarkt war die Transaktion kritisiert worden.

Konzernchef Thomas Middelhoff verteidigte den Mega-Deal am Wochenende gegen Kritik, es handele sich um Taschenspielertricks, weil der Konzern gemeinsam mit seiner Beraterbank Goldman Sachs als Käufer auftrat. "Das ist ein sauberer Verkauf", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Das Risiko für KarstadtQuelle sei sehr gering.

ap, reuters