Henkel Deos statt Dosenfleisch

Der Waschmittel- und Kosmetikkonzern Henkel hat das Lebensmittelgeschäft seiner US-Tochter Dial für umgerechnet 153 Millionen Euro an die Pinnacle Foods Group verkauft. Wie Henkel mitteilte, konzentriert sich der Konzern damit auf die Kerngeschäfte Haushalts- und Körperpflege. Dial war 2004 von Henkel erworben worden.

Düsseldorf - Der Konsumgüterkonzern Henkel  hat sich von seinem Lebensmittelgeschäft in den USA getrennt. Die Sparte der US-Konzerntochter Dial, die unter der Marke Armour Dosenfleischprodukte und Fertiggerichte produziert, sei für 183 Millionen Dollar an das amerikanische Unternehmen Pinnacle Foods verkauft worden, teilte Henkel mit.

"Mit diesem Schritt konzentrieren wir uns auf unsere Kerngeschäfte in den Bereichen Haushalts- und Körperpflege", erklärte Henkel-Vorstandschef Ulrich Lehner. Die Sparte erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von umgerechnet rund 192 Millionen Euro.

Der durch Marken wie "Persil" oder "Pritt" bekannte Henkel-Konzern versucht, sich durch Wachstum im Ausland von der Konsumschwäche in seinem Heimatmarkt Deutschland unabhängiger zu machen.

Durch die jüngsten Übernahmen mehrerer Deodorant-Marken des Rivalen Procter & Gamble will der Konzern sein Kosmetikgeschäft in den USA stärken. Mit dem Verkauf des US-Lebensmittelgeschäfts will er sich früheren Angaben zufolge finanziellen Spielraum für weitere Zukäufe verschaffen.

Im März 2004 hatte Henkel Dial für rund 2,9 Milliarden Dollar gekauft - die größte Übernahme in der Unternehmensgeschichte. Henkel fuhr 2005 bereits knapp ein Viertel seines Umsatzes in den USA ein und setzt damit dort mehr um als in Deutschland.

ddp, reuters