Virus Erstmals Katze von Vogelgrippe infiziert

Erstmals ist in Deutschland der gefährliche Vogelgrippe-Erreger auch bei einer Katze nachgewiesen worden. Ob es sich dabei um die hoch ansteckende Variante handelt, ist derzeit noch unklar.

Berlin - Bei dem auf der Insel Rügen tot aufgefundenen Tier sei eine Infektion mit dem H5N1-Virus festgestellt worden, teilte der Chef des Friedrich-Loeffler-Instituts, Thomas Mettenleiter, am Dienstagnachmittag mit. Ob es sich um die hoch ansteckende Variante handele, die in Asien und der Türkei zu Erkrankungen auch von Menschen geführt habe, werde derzeit noch untersucht.

Die Katze war am vergangenen Wochenende in der Nähe der Wittower Fähre aufgefunden worden. Dort waren auch die meisten der mehr als 100 infizierten Wildvögel auf Rügen gefunden worden.

Das Verbraucherschutzministerium hat die Halter von Haustieren inzwischen dazu aufgerufen, diese weiträumig von Fundorten infizierter Tiere fernzuhalten. "Wer eine Katze hat, sollte sie aus den Schutz- und Sperrzonen heraushalten", sagte die Sprecherin von Minister Horst Seehofer (CSU), Ulrike Hinrichs. "Wer gar kein Risiko eingehen will, sollte die Katze nicht rauslassen."

"Keine Überraschung"

Die Sprecherin verwies auf die Empfehlungen des Loeffler-Instituts, wonach Katzenbesitzer auf besondere Hygiene achten sollten. Bei Anzeichen einer schweren Erkältung von Katzen, solle man den Tierarzt aufsuchen.

Das Ministerium sei von der erstmaligen Infektion einer Katze nicht übermäßig überrascht worden, sagte Hinrichs. "Es ist ein Hochinfektionsgebiet, in das die Katze wohl hinein gegangen ist."

Die Behörden haben bislang bei allen Funden infizierter Vögel im Radius von drei Kilometern eine Sperrzone eingerichtet. Ein größerer Radius von zehn Kilometern wurde zur Schutzzone erklärt. Innerhalb der Sperrzone darf keinerlei Transport von lebenden Vögeln stattfinden.

rtr

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.