Porsche Absatzrekord in Sicht

Der Sportwagenhersteller Porsche ist noch besser unterwegs als angenommen: Sowohl beim Absatz als auch bei Umsatz und Gewinn lag der Autobauer in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres über den Planungen. Wachstumsträger war dabei vor allem die starke Nachfrage nach dem Porsche 911 und dem Boxster.

Stuttgart - Der Sportwagenhersteller Porsche  hat sein Ziel bekräftigt, im laufenden Geschäftsjahr 2005/06 den Absatz auf deutlich mehr als 90.000 Autos zu steigern. Bis Ende des ersten Geschäftshalbjahres habe Porsche 42.230 Fahrzeuge abgesetzt und damit 18 Prozent mehr als vor einem Jahr, teilte der Konzern in Stuttgart mit. Im vergangenen Geschäftsjahr (zum 31. Juli) hatte der Autobauer 88.379 Fahrzeuge ausgeliefert und damit abermals einen Absatzrekord verzeichnet.

Am stärksten fiel das Absatzplus in den abgelaufenen sechs Monaten mit einem Zuwachs von 162 Prozent auf 10.017 Fahrzeuge bei der Boxster-Baureihe aus. Der Absatz beim 911 legte um 22 Prozent auf 14.981 Fahrzeuge zu. Meistverkauftes Modell blieb der Cayenne mit 16.972 Fahrzeugen, wobei der Absatz des sportlichen Geländewagens allerdings um 12 Prozent zurückging.

Wichtigster Einzel-Absatzmarkt mit einem Plus von 23 Prozent auf 18.030 verkaufte Fahrzeuge war im Geschäftszeitraum vom 1. August bis 31. Januar erneut Nordamerika. In den Exportmärkten außerhalb von Nordamerika legte die Zahl der abgesetzten Fahrzeuge um 22 Prozent auf 18.711 zu. In Deutschland verkaufte Porsche mit 5.489 Einheiten hingegen knapp 5 Prozent weniger Autos.

Porsche 911 GT3: Drehzahl-Weltmeister in der 3,6-Liter-Klasse

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Verkauf ab Mai 2006: Zweisitziges Sportwagen-Coupé 911 GT3

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Weltpremiere: Porsches Neuheit auf dem Genfer Automobilsalon

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Ein Hingucker: Doppelstufiger Heckspoiler

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Porsche 911 GT3
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Unter dem Strich verblieb dem hochprofitablen Unternehmen ein Überschuss von 169,8 Millionen Euro - 14,5 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Darin sind Entwicklungsaufwendungen für die im Jahr 2009 geplante vierte Baureihe "Panamera" enthalten, deren Höhe Porsche jedoch nicht mitteilte.

Der Verkauf des Cabriodachherstellers CTS an den Autozulieferer Magna aus Kanada für 170 Millionen Euro ist noch nicht im Ergebnis der im Januar beendeten ersten Geschäftsjahreshälfte berücksichtigt. Analysten rechnen mit einem kleinen Buchgewinn durch den Verkauf der profitablen Tochter.

Zu den Geschäftsaussichten für die zweite Jahreshälfte äußerte sich Porsche gewohnt vorsichtig und vage. Der Automobilabsatz laufe auf vielen Märkten nach wie vor enttäuschend, konstatierte der Vorstand. Porsche profitiere jedoch von der jungen Modellpalette.

In seinem Brief an die Aktionäre verteidigte der Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking erneut den Einstieg bei Volkswagen: "Für Porsche erwarten wir insgesamt einen jährlichen Nutzen, der sich mindestens auf einen dreistelligen Millionenbetrag belaufen wird."

ap, dpa

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