Arbeitnehmer Merkel will Gewinnbeteiligung durchsetzen

Nach Bundespräsident Horst Köhler hat sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel für eine Beteiligung der Arbeitnehmer an den Gewinnen der Unternehmen ausgesprochen. Die Einkommen aus Kapitalbeteiligungen entwickeln sich seit Jahren besser als die Löhne. Eine Vermittlung im Tarifstreit schloss Merkel dagegen aus.

Hamburg - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eine Vermittlung im Tarifstreik des öffentlichen Dienstes ausgeschlossen. "Das gehört in die Tarifautonomie und nicht zu den Aufgaben der Bundeskanzlerin", sagte Merkel in einem Interview mit dem Magazin "Stern". In diesen Interessenausgleich mische sie sich nicht ein.

Gleichzeitig will Merkel eine Gewinn- und Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer in Deutschland durchsetzen. "Das ist mein Anliegen", sagte sie dem "Stern". "Ich halte es für wichtig, die Arbeitnehmer in Zeiten deutlicher Gewinnzuwächse am Erfolg der Unternehmen zu beteiligen." Die Einkommen aus Kapitalbeteiligungen entwickelten sich seit Jahren besser als die Löhne.

Vorschläge bis zum Parteitag

Sie habe den nordrhein-westfälischen Sozialminister Karl-Josef Laumann beauftragt, "bis zum Ende des Sommers Vorschläge zu erarbeiten, so dass wir auf dem CDU-Parteitag im Herbst darüber diskutieren können", sagte Merkel weiter.

Vor einem Gipfeltreffen mit Gewerkschaften und Arbeitgebern müsse zunächst die CDU ihre Position erarbeiten. Wenn die Partei eine attraktive Lösung finde, werde man darüber in der großen Koalition "intensiv sprechen".

dpa

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