Risk Map 2006 Die Weltkarte des Terrors

Die Globalisierung verlangt von Unternehmen und Managern nicht nur Mobilität, sondern auch die Bereitschaft, sich in vielen Ländern dem Risiko von Entführungen und Terrorismus auszusetzen. Die Studie "Risk Map 2006" des Sicherheitsberaters Control Risks hilft, Gefahren im Ausland besser einzuschätzen.

Hamburg - Die Anschläge in New York, Madrid und London haben gezeigt, dass niemand hundertprozentig gegen solche Ereignisse gefeit ist. Doch egal ob Terror, Entführungen oder Korruption - das Wissen um die Gefahren in einzelnen Ländern kann Unternehmen in ihren Entscheidungen beeinflussen. Das Londoner Sicherheitsberatungsunternehmen Control Risks hat deshalb in der Studie "Risk Map 2006" alle Länder der Welt auf ihre Sicherheit untersucht und in verschiedene Gefährdungskategorien eingestuft.

Denn trotz einer starken Häufung von Naturkatastrophen stellen Terroranschläge, Entführungen von Mitarbeitern, aber auch Korruption für Unternehmen, die im Ausland investieren, weiterhin die höchste Bedrohung dar. Sicherheitsberater und Krisenmanager haben Hochkonjunktur. Denn gerade in Schwellenländern, die für Geschäftreisen und Firmenansiedlungen unsicher erscheinen, lassen sich oftmals die größten Gewinne erzielen.Die höchsten Sicherheitsrisiken sieht Control Risks dabei im Irak, in Afghanistan und Somalia, doch auch in vielen anderen Ländern sind Geschäftsreisende gefährdet. Oftmals ist der Terrorismus jedoch nicht die größte Gefahr, in einigen Ländern, zum Beispiel in Teilen Afrikas, bedeuten Kriminalität oder Korruption für Unternehmen sogar eine noch höhere Gefahr. Doch auch Rahmenbedingen wie Steuergesetze, Justiz oder der Grad der Privatisierung von Unternehmen können wichtige Faktoren für das unternehmerische Risiko sein.

Auch wenn die nächsten Jahre weiter von religiös bedingten Ausschreitungen und dem Kampf gegen den Terror geprägt sein werden, fürchten Unternehmen ein weltweites Engagement kaum. Anhand einer Online-Datenbank , die von Control Risks laufend aktualisiert wird, nutzen sowohl kleine als auch große Unternehmen, darunter auch einige Dax-Konzerne, die Erkenntnisse der Sicherheitsexperten.Die hier abgebildete "Risk Map 2006" zeigt die politischen und die Sicherheitsrisiken eines jeden Landes. Bei den politischen Gefahren sind vor allem mögliche Unruhen, die allgemeine politische Situation und die wirtschaftliche Stabilität in die Bewertung eingegangen. Beim Sicherheitsrisiko wurde dagegen abgeschätzt, wie stark die Mitarbeiter und auch das Vermögen eines Unternehmens geschützt oder bedroht sind. Mögliche Anschläge, die Gefahr von Entführungen, aber auch die Verbreitung von Korruption (siehe auch: "Korruptions-Check") sind in die Einschätzung der Gesamtrisiken eingeflossen.

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