BASF Poker um Degussa geht weiter

Der Bieterwettkampf um die Bauchemiesparte des Düsseldorfer Degussa-Konzerns spitzt sich offenbar zu. Nach Zeitungsinformationen habe BASF sein Angebot erhöht, um mit Private-Equity-Investoren mitzuhalten.

Düsseldorf - BASF  habe sein Angebot auf 2,8 Milliarden Euro erhöht, um mit Finanzinvestoren mithalten zu können, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Finanzkreise. Zuvor habe der Ludwigshafener Chemiekonzern 2,5 Milliarden Euro geboten.

Mit der neuen Offerte liegt das Unternehmen dem Bericht zufolge aber immer noch 100 Millionen bis 200 Millionen Euro niedriger als zwei Beteiligungsgesellschaften. BASF wollte dem Bericht zufolge zu den Informationen keine Stellung nehmen. Ein Sprecher sagte dem Blatt, man sei weiter an einer Übernahme der Sparte interessiert und habe ein verbindliches Angebot vorgelegt.

Der Degussa-Mutterkonzern RAG, der derzeit 50,1 Prozent der Anteile hält, will den Verkauf der Bauchemiesparte bis Ende Februar abschließen und auf diese Weise den Kauf der restlichen Degussa-Anteile finanzieren. Während Degussa dann von der Börse verschwindet, will RAG selbst im kommenden Jahr an die Börse gehen.

Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.