Ausstieg KKR löst sich von MTU Aero

Knapp zwei Jahre nachdem KKR DaimlerChrysler die Tochter MTU Aero abkaufte, trennt sich der US-Investor schon wieder von dem Unternehmen. Ein Drittel der MTU-Aktien wurde an institutionelle Anleger weitergereicht, meldet der Konzern. Und fügt an, dass der Gewinn stärker als zunächst erwartet steigen wird.

München - Der Finanzinvestor und frühere Mehrheitseigentümer Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) hat seine verbliebene Beteiligung am Triebwerkshersteller MTU verkauft.

Das 29,3-Prozent-Paket sei an institutionelle Investoren veräußert worden, teilte die MTU Aero Engines Holding am Dienstag in München mit. KKR hatte MTU  Anfang 2004 für 1,5 Milliarden Euro von DaimlerChrysler  übernommen und die Beteiligung beim Börsengang Mitte 2005 verringert. Der Streubesitz hatte damals zunächst 64,8 Prozent betragen.

MTU-Aero-Chef Udo Stark begrüßte den Schritt von KKR: "Mit der vollständigen Eigenständigkeit als börsennotiertes Unternehmen hat die MTU ein wesentliches Ziel realisiert."

Umsatzplus: Ein Drittel statt ein Viertel

Der Triebwerkshersteller geht für das vergangene Jahr von einem noch etwas höheren Gewinnanstieg als bislang angekündigt aus. Für das operative Ergebnis (Ebitda) erwarte das Unternehmen nun eine Steigerung des Vorjahreswerts von 172 Millionen Euro um mehr als 30 Prozent, teilte das im Nebenwerteindex MDax  notierte Unternehmen am Dienstag in München mit.

Bislang war von einem Zuwachs um etwa ein Viertel die Rede gewesen. Der Umsatz dürfte nach Angaben des Unternehmens um gut zehn Prozent zugenommen haben. Der MTU-Aktienkurs stieg bis 11 Uhr um fast sieben Prozent.

Die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2005 werden am 23. März 2006 vorgelegt. MTU arbeitet mit allen großen Triebwerksherstellern zusammen und ist Systempartner für fast alle Luftfahrtantriebe der Bundeswehr.

manager-magazin.de mit Material von dpa, rtr

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