Subventionen Bush will Ford und GM nicht füttern

Rabattschlachten, Sprit-Schlucker und andere Strategiefehler bei den US-Autokonzernen führen zu Massenentlassungen und Bonitätsabstufungen. Eine Finanzspritze vom Staat könnte helfen, schneller aus der Misere herauszukommen. Doch US-Präsident George Bush blockt diese Begehrlichkeiten kategorisch ab.

Brüssel - Die beiden angeschlagenen US-Autokonzerne General Motors (GM)  und Ford  können nach Aussage von US-Präsident George W. Bush nicht mit Staatshilfen rechnen, um einem möglichen Insolvenzverfahren zu entgehen.

Anstatt darauf zu hoffen, dass die US-Regierung den beiden Unternehmen bei ihren gewaltigen Pensionslasten unter die Arme greife, sollten die beiden Hersteller lieber "ein relevantes Produkt" entwickeln, sagte Bush dem "Wall Street Journal Europe" (Donnerstagausgabe).

Seine Regierung diskutiere mit den beiden Autokonzernen die Entwicklung neuer Treibstofftechnologien, um sie wettbewerbsfähiger zu machen, sagte Bush. Über ihre Finanzlage sei jedoch nicht gesprochen worden.

Auf die Frage, ob er mit dem GM-Präsidenten Rick Wagoner und dem Ford-Chef Bill Ford gesprochen habe, antwortete Bush: "Nicht über die Bilanzen." Er fügte gleichzeitig hinzu: "Und kein Autohersteller hat eine Rettungsaktion verlangt". Ford und GM verlieren seit Jahren in den USA Marktanteile und sind wegen der hohen Produktionskosten gegenüber Toyota  nicht konkurrenzfähig.

dpa

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