Ergo-Gruppe Auch Victoria trifft der Stellenabbau

Erneute Stellenstreichungen bei der Ergo-Gruppe: Die Erstversicherungstochter der Münchener Rück plant laut Zeitungsbericht den Wegfall von bis zu 500 Arbeitsplätzen bei der Tochter Victoria Leben. Auch bei der ebenfalls zu Ergo gehörenden Versicherung Hamburg-Mannheimer wurde kürzlich über einen massiven Stellenabbau beraten.

Düsseldorf - Der zur Münchener Rück  gehörende Versicherer Ergo plant offenbar Stellenstreichungen bei der Tochter Victoria Leben. Bis 2009 sollten 400 bis 500 Stellen wegfallen, schreibt das "Handelsblatt" unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Außerdem sollen drei Verwaltungsstellen geschlossen werden. Von der Schließung bedroht sei unter anderem der Standort in Nürnberg. Das Vorhaben sei Teil eines radikalen Konzernumbaus, an dessen Ende möglicherweise bis zu 3000 Stellen verloren gingen.

Ein Sprecher des Unternehmens wollte sich am Mittwoch nicht zu konkreten Plänen über Ort oder Umfang möglicher Kürzungen äußern. Er bestätigte aber die Angabe, dass Ergo in den kommenden Jahren rund 200 Millionen Euro einsparen wolle. Derzeit stünden deshalb verschiedene "Regionalorganisationen" auf dem Prüfstand.

"In den nächsten Tagen werden aber erst einmal Gespräche vor Ort stattfinden. Das ist ein Prozess, der voraussichtlich in der ersten Februarhälfte abgeschlossen sein wird", so der Sprecher. Derzeit seien weder Verlagerungen noch Streichungen ausgeschlossen, hieß es.

Beim Ergo-Konzern arbeiteten der Zeitung zufolge 2004 mehr als 37.000 Menschen. Davon entfielen knapp 10.000 auf Victoria. Etwa die Hälfte davon sei im Innendienst beschäftigt. Vor allem im Verwaltungsbereich sehe Konzernchef Lothar Meyer Einsparmöglichkeiten.

dpa

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