Montag, 6. April 2020

BASF "Pro Zehnerpaket fünf Gratisaktien"

Welche Anreizsysteme bietet der Chemiekonzern seinen Mitarbeitern? Die Antworten von BASF.

mm.de:

Seit wie vielen Jahren bietet BASF Börsen-Chart zeigen Mitarbeiteraktien und Aktienoptionsprogramme? Nennen Sie die wichtigsten Rahmenbedingungen.

Auf und Ab: BASF-Mitarbeiter können sich seit 1999 am Erfolg beziehungsweise Misserfolg des Konzerns beteiligen
BASF: BASF bietet seit 1999 sowohl ein Beteiligungsprogramm (Plus) für die breite Belegschaft als auch ein Aktienoptionsprogramm (BOP) für die Oberen Führungskräfte an. Mit beiden Programmen fördert die BASF die Mitarbeiterbeteiligung am Unternehmen.

Plus: Dieses Programm wird derzeit allen Mitarbeitern - mit Ausnahme der für das BOP Teilnahmeberechtigten - in Deutschland, weiteren europäischen Ländern und Mexiko angeboten. Sofern die Mitarbeiter ihre zum aktuellen Börsenkurs (Stichtag: Tag nach der BASF-Hauptversammlung) erworbenen Aktien über zehn Jahre im Depot belassen, erhalten sie pro Zehnerpaket fünf Gratisaktien vom Unternehmen.

Die Gewährung dieser fünf Gratisaktien erfolgt gestaffelt, und zwar nach einem, drei, fünf, sieben und zehn Jahren. Das Recht auf Gratisaktien verfällt, wenn der Teilnehmer seine Eigeninvestment-Aktien verkauft, seine Tätigkeit für die BASF-Gruppe beendet beziehungsweise ein Jahr nach Pensionierung.

Seit 2002 werden für das erste Zehnerpaket jedes Plus-Programms während der zehnjährigen Frist statt fünf nunmehr zehn Aktien gewährt, das heißt es kommt jedes Jahr eine Gratisaktie hinzu. 2002 wurden zusätzlich jedem unbefristet Beschäftigten einmalig fünf Gratisaktien angeboten. Seit 2003 gilt dieses Angebot auch für alle neu unbefristet eintretenden Mitarbeiter.

BOP: Teilnahmevoraussetzung ist ein Eigeninvestment in BASF-Aktien. Berechnungsbasis für die einzubringende Aktienanzahl ist die Spanne von mindestens 10 Prozent und maximal 30 Prozent des individuellen jährlichen Brutto-Bonus sowie der Basiskurs des jeweiligen BOP-Programms (letzterer ist definiert als gewichteter Durchschnittskurs am Tag nach der ordentlichen Hauptversammlung von BASF).

Für jede so investierte BASF-Aktie erhält ein Teilnehmer vom Unternehmen vier Optionsrechte. Jedes dieser Optionsrechte besteht seinerseits aus den beiden Teilrechten A und B. Deren Werthaltigkeit orientiert sich an unterschiedlichen Erfolgszielen (Hürden): Teilrecht A ist werthaltig, wenn der Kurs der BASF-Aktie gegenüber dem Basiskurs um mehr als 30 Prozent gestiegen ist (absolute Hürde). Der Wert des Teilrechts A ergibt sich dann aus der Differenz zwischen dem Börsenkurs am Ausübungstag und dem Basiskurs.

Teilrecht B ist werthaltig, wenn sich die BASF-Aktie besser entwickelt hat als der Vergleichsindex (relative Hürde). Der Wert des Teilrechts B ergibt sich dann aus der doppelten prozentualen Outperformance der BASF-Aktie bei Ausübung bezogen auf den Basiskurs.

Die bislang letzten Optionen wurden zum 1. Juli 2005 im Rahmen des BOP 2005 gewährt und können zwischen dem 1. Juli 2007 und dem 30. Juni 2013 ausgeübt werden. Während der Ausübungsphase dürfen die Optionen allerdings innerhalb bestimmter Sperrfristen (Closed Periods) nicht ausgeübt werden.

Wichtig ist, dass jedes Optionsrecht nur als Ganzes ausgeübt werden kann. Ist daher bei Ausübung nur eine der beiden Hürden übersprungen, verfällt das an die andere Hürde geknüpfte Teilrecht mit der Ausübung ersatzlos. Der maximal mögliche Ausübungsgewinn eines Teilnehmers ist stets auf das Zehnfache seines Eigeninvestments begrenzt.

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