Porsche/VW "Können auf 30 Prozent erhöhen"

Nach dem Einzug von Konzernchef Wendelin Wiedeking in den VW-Aufsichtsrat lässt Großaktionär Porsche die Muskeln spielen. Man könne die Beteiligung an Volkswagen auf bis zu 30 Prozent erhöhen, heißt es – konkrete Pläne zur Aufstockung gebe es jedoch noch nicht.

Zuffenhausen - "Wir haben das Geld, um bei Volkswagen  auf bis zu 30 Prozent zu gehen", sagte ein Porsche-Sprecher am Montag in Stuttgart. Er verwies auf zwei von Porsche für den gleichen Tag geplante Anleihen über insgesamt zwei Milliarden Euro, durch die der Sportwagenbauer seine Liquidität wieder auffüllt.

Nach Angaben aus Unternehmenskreisen gebe es jedoch keine Pläne, mit dem Geld die Beteiligung über die geplante Marke von 22 Prozent hinaus aufzustocken. Porsche ist mit rund 18,5 Prozent bereits größter VW-Aktionär vor dem Land Niedersachsen und hat eine Option auf weitere knapp 3,5 Prozent. Niedersachsen ist mit 18,2 Prozent an Volkswagen beteiligt.

Großmann ersetzt Cromme

Porsche begrüßte außerdem die mit Niedersachsen erreichte Einigung über die künftige Machtstruktur im VW-Aufsichtsrat. Die beiden Haupteigner hatten ihren monatelangen Streit vergangene Woche beigelegt. Demnach rückt Porsche-Chef Wendelin Wiedeking an diesem Montag in das Aufsichtsgremium des Wolfsburger Autobauers.

Außerdem soll der niedersächsische Stahlunternehmer Jürgen Großmann in den Aufsichtsrat einziehen und dort den früheren ThyssenKrupp-Chef Jürgen Cromme ersetzen, der im Streit um die Doppelrolle von VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech seinen Rückzug angekündigt hatte. Piech tritt 2007 nicht wieder als Aufsichtsratschef an.

rtr

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