DaimlerChrysler Zetsche will Zentrale schrumpfen

Wenn dieselben Aufgaben in einem Konzern in verschiedenen Abteilungen doppelt erledigt werden, sollte der Vorstandschef handeln. Bei DaimlerChrysler will Dieter Zetsche das Problem offenbar zu Gunsten der Marken Mercedes und Chrysler lösen. Betroffene Abteilungen in der Konzernzentrale Stuttgart-Möhringen dürften gekappt werden.

Stuttgart - In einer Sitzung des Spitzenmanagements will der Vorstandschef von DaimlerChrysler , Dieter Zetsche am kommenden Dienstag (24. Januar) die Führungskräfte über seine ersten Umbaupläne informieren.

So soll die Konzernzentrale in Stuttgart-Möhringen, in der 5000 Mitarbeiter beschäftigt sind, nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "SPIEGEL" deutlich verkleinert werden. Viele Arbeiten werden bislang sowohl in der Zentrale als auch bei den einzelnen Marken erledigt. Damit solle nun Schluss sein. Einzelne Funktionen werden wieder den Marken Mercedes-Benz und Chrysler direkt übertragen.

Zetsche selbst hat zwar ein Büro in Möhringen, nutzt aber meistens sein zweites im Mercedes-Benz-Werk Untertürkheim. In der Konzernzentrale werde ein Stellenabbau dem Bericht zufolge wohl unvermeidlich. Der neue Vorstandschef möchte deshalb auch den Aufsichtsrat auf einer Sondersitzung in der kommenden Woche informieren. Außerdem verteile Zetsche die Aufgaben zwischen dem Nutzfahrzeugbereich und der Mercedes Car Group neu. Die Transportersparte, bislang bei den Nutzfahrzeugen angesiedelt, soll künftig von Mercedes-Benz mitgeführt werden.