Adidas-Salomon "Keine Mitarbeiteraktien"

Welche Anreizsysteme bietet der Sportartikelhersteller seinen Mitarbeitern? Die Antworten von Adidas-Salomon.
Von Christian Buchholz und Marleen Gründel

mm.de:

Bietet Adidas-Salomon  Mitarbeiteraktien und Aktienoptionsprogramme? Nennen Sie die wichtigsten Rahmenbedingungen.

Adidas-Salomon: Bisher bietet Adidas-Salomon noch keine Mitarbeiteraktien an. Wir arbeiten aber an Programmen, die für alle Mitarbeiter eine Leistungs- und Gewinnbeteiligung ermöglichen. In einigen Regionen und bei verschiedenen Marken ist dies schon heute umgesetzt.

Als Adidas-Salomon im Jahre 1995 an die Börse ging, konnten auch Mitarbeiter Aktien zu einem günstigeren Preis erwerben. Bewusst haben wir uns für ein breites Bonussystem entschieden, das Leistung gemessen an individueller Zielerfüllung und interner Unternehmenszielerreichung in cash entlohnt. So wie wir es wahrnehmen, geht die Entwicklung im Markt derzeit eher weg von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen auf globaler Ebene (112 Länder!) in Richtung leistungsabhängiger Variabilisierung der Einkommen.

Es gibt aber bereits eine Reihe von Incentives für Mitarbeiter die unterhalb der Managementebene arbeiten: Das Top-Class-Company-Sportprogramm (Fitness und Wellness), Mitarbeiter-Rabatte auf Produkte der Adidas-Gruppe, leistungsabhängige Vergütung für alle Mitarbeiter, zum Beispiel bei Adidas-Nord Amerika. Unsere Vergütungsmodule stehen laufend auf dem Prüfstand gegen den Markt, die Branche und den eigenen Regionen. Sie unterliegen einer laufenden Aktualisierung und Entwicklung, wie auch unser Unternehmen und unsere Branche.

mm.de: Wie sind die "Equity Incentives Pläne" für Führungskräfte aufgebaut?

Adidas-Salomon: Das Adidas-Salomon Management Stock Option Programm (MSOP) wurde 1999 von der ordentlichen Hauptversammlung verabschiedet. Finanziert wird das Programm über eine Kapitalerhöhung. Optionen im Rahmen dieses Programms wurden erstmals im August 2002 ausgeübt, danach im November 2002 sowie im Mai und November 2003.

Für die Bezugsrechte der Aktien gelten eine Wartezeit von zwei Jahren und eine Laufzeit von rund fünf Jahren nach Ausgabe der Aktienoptionen. Die Bezugsrechte können nur ausgeübt werden, wenn mindestens eines der folgenden Erfolgsziele erreicht wird:

Absolute Performance: In dem Zeitraum zwischen Ausgabe und Ausübung der Bezugsrechte muss der Börsenkurs der Adidas-Salomon-Aktie - errechnet auf der Grundlage des "Total Shareholder Return-Ansatzes" - um jährlich durchschnittlich mindestens 8 Prozent gestiegen sein.

Relative Performance: In dem gleichen Zeitraum muss sich der Börsenkurs der Adidas-Salomon-Aktie um jährlich durchschnittlich 1 Prozent besser entwickelt haben als die Börsenkurse einer Auswahl von internationalen Wettbewerbern und darf absolut gesehen nicht gefallen sein. Die Bezugsrechte können nur gegen Zahlung des Ausübungspreises ausgeübt werden. Dieser Preis entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der Adidas-Salomon-Aktie an den letzten 20 Börsentagen des jeweiligen Ausübungszeitraums, abzüglich eines Abschlags, der sich aus den absoluten und relativen Performance-Komponenten zusammensetzt. Der Ausübungspreis entspricht in jedem Fall mindestens dem geringsten Ausgabepreis gemäß Paragraph 9 Absatz 1 des Aktiengesetzes, derzeit 2,56 Euro. Rund 450 leitende Führungskräfte haben teilgenommen.

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