Dienstag, 12. November 2019

25 Milliarden Euro Wer vom Wachstumspaket profitiert

2. Teil: Familienförderung im Einzelnen

Elterngeld:
Das Elterngeld für Familien mit einem Kind, das nach dem 1. Januar 2007 geboren wird, ist beschlossen. Im ersten Lebensjahr des Kindes erhält der auf die Erwerbstätigkeit verzichtende Elternteil 67 Prozent seines letzten Nettoeinkommens - bis zu 1800 Euro monatlich. Das Elterngeld wird um ein "Leistungselement" für Bezieher niedriger Einkommen ergänzt, alle Erziehenden erhalten einen Mindestbeitrag. Bis 2009 sollen drei Milliarden Euro fließen.

Kinderbetreuung:
Für Familien ist geplant, die Ausgaben für Kinderbetreuungskosten künftig steuerlich stärker zu berücksichtigen. Dafür stellt der Bund 460 Millionen Euro bereit. Vorgesehen ist, bei Kindern von 0 bis 6 Jahren die Kosten oberhalb eines "Sockelbetrags" von 1000 Euro (bisher 1548 Euro) begrenzt anzurechnen, bei Kindern von 7 bis 14 Jahren soll eine steuerliche Entlastung "vom ersten Euro an" greifen.

Kinderkrippen und Schulen:
Zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf entlastet die Bundesregierung die Kommunen um 1,5 Milliarden Euro, die dafür die frühkindliche Betreuung für die bis zu Dreijährigen ausbauen sollen. Das Programm zum Aufbau von Ganztagsschulen in Höhe von vier Milliarden Euro wird fortgesetzt.

Pflege:
Haushalte, die einen pflegebedürftigen Angehörigen versorgen, sollen stärker als bisher steuerliche Vorteile erhalten. Bislang könne sie Aufwendungen bis 20 Prozent oder 3000 Euro pro Jahr geltend machen, weitere Anrechnungen von Arbeitskosten sind vorgesehen. Der Gesamtumfang der Förderung wird auf 120 Millionen Euro beziffert und soll Handwerk, Bau und Pflegeberufe ankurbeln.

André Spangenberg, DDP

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