Mercedes Weniger soll mehr bringen

Die Mercedes Car Group soll wieder produktiver und effektiver werden. Nach Einschätzung ihres Chefs Dieter Zetsche ist die Ausgangssituation jedoch nicht ganz einfach. Von den Mitarbeitern erwartet Zetsche die Bereitschaft zu Veränderungen.

Stuttgart - Mercedes-Chef Dieter Zetsche will die DaimlerChrysler-Sparte Mercedes Car Group mit konsequentem Kostenmanagement und der Nutzung vorhandener Ressourcen wieder auf profitablen Wachstumskurs bringen. "Unsere Ausgangssituation ist nicht ganz einfach", räumte Zetsche auf einer Veranstaltung in Stuttgart ein. "Wir sind noch weit davon entfernt, dass wir uns als Premiumhersteller mit unseren Zahlen sehen lassen können." Er bekräftigte aber erneut das Ziel, mit der Sparte bis 2007 eine Umsatzrendite von 7 Prozent erreichen zu wollen. Im Vorjahr lag sie noch bei 3,4 Prozent.

Erreichen will der Manager dies mit effektiveren Prozessen und Kostenreduktionen. "Wir müssen mit weniger mehr erreichen", sagte Zetsche. Dazu gehöre neben der verbesserten Produktivität und mehr interner Kooperation angesichts der Markt- und Wettbewerbssituation auch eine Anpassung der Kapazitäten. Die Mercedes Car Group will in den nächsten Monaten rund 8.500 Stellen abbauen.

All dies bedeute viel Veränderungsbereitschaft von einer in der Vergangenheit sehr erfolgsgewöhnten Mannschaft, sagte Zetsche, der am 1. Januar auch die Leitung des Gesamtkonzerns DaimlerChrysler  von Jürgen Schrempp übernimmt. Die Autowelt drehe sich heute einfacher schneller "und auch wir müssen die Schlagzahl erhöhen", betonte er. In einigen Bereichen laufe es heute bereits gut. "In Summe müssen wir zu den Besten allerdings noch einiges aufholen", sagte Zetsche.

Darüber hinaus solle die Zusammenarbeit zwischen den Sparten ausgebaut werden. Als Beispiel nannte Zetsche bei Nutzfahrzeugen die globale Motorenplattform sowie eine stärkere Verzahnung der Pkw-Fertigung von Mercedes-Benz und der US-Tochter Chrysler. Bei der Oberklassen-Limousine 300C habe dies bereits funktioniert.

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