Telekom Vorruhestand für 20.000 Beamte

55-jährige Beamte der Telekom sollen nach einem Zeitungsbericht künftig Vorruhestandsangebote bekommen. Mit der Maßnahme, die bis zum Jahr 2010 gelten soll, wolle der Vorstand insbesondere die Personalkosten in der Festnetzsparte drosseln.

Frankfurt am Main - Die Deutsche Telekom  will Presseinfomationen zufolge bis 2010 etwa 20.000 beamtete Mitarbeiter in den Vorruhestand schicken. Auf diese Weise sollen vor allem die Personalkosten der unter Wettbewerbsdruck stehenden Festnetzsparte T-Com gedrückt werden, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ).

Der Vorstand habe die von Personalchef Heinz Klinkhammer ausgearbeiteten Pläne bereits grundsätzlich gebilligt, erfuhr die Zeitung aus dem Umfeld des Konzerns. Ein Sprecher lehnte laut "FAZ" eine Stellungnahme ab.

Der Zeitung zufolge richtet sich das Vorruhestand-Angebot an beamtete Mitarbeiter ab 55 Jahren. Es solle im Jahr 2007 beginnen und bis 2010 laufen. Die Telekom werde hierfür Rückstellungen in Milliardenhöhe vornehmen, hieß es weiter.

Positives Echo von Gewerkschaftern

Der Konzern habe für den Stellenabbau bereits Gespräche mit den Sozialpartnern und der Politik aufgenommen. Die Vorbereitungen für das Gesamtpaket sollen demnach bis Mitte des kommenden Jahres abgeschlossen sein.

Ein Sprecher der Gewerkschaft DPV Kom, die Beamte der Telekom und der Deutsche Post  vertritt, begrüßte den Schritt. "Grundsätzlich wäre das keine schlechte Sache", sagte er der Zeitung. Auch die Dienstleistungs-Gewerkschaft Verdi habe Verständnis geäußert. Seit dem Börsengang vor zehn Jahren hat die Deutsche Telekom laut "FAZ" durchschnittlich 10.000 Stellen pro Jahr abgebaut. Das Durchschnittsalter liege inzwischen bei 44 Jahren.

Telekom-Chef Kai Uwe Ricke hatte erst kürzlich in einem Interview der "FAZ" erklärt, das Tempo des Stellenabbaus müsse beschleunigt werden. Spekulationen, in den kommenden drei Jahren könnten bis zu 45.000 Arbeitsplätze wegfallen, hat das Unternehmen bisher nicht widersprochen.

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