Bayer Sparpaket bei BIS geplant

Stellenabbau, niedrigere Löhne oder längere Arbeitszeiten - Bayer will in Kürze mit den Angestellten der defizitären Tochter Bayer Industry Services (BIS) sprechen. Thema ist ein neues Sparpaket.

Leverkusen - Zur Diskussion stehen nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (Montagsausgabe) Stellenstreichungen, eine Wochenarbeitszeit von 40 Stunden und niedrigere Löhne für bestimmte Mitarbeiter. Damit solle ein zweistelliger Millionenbetrag eingespart werden, verlautete aus Firmenkreisen.

Ein Bayer-Sprecher bestätigte gegenüber manager-magazin.de, dass "in Kürze Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern von BIS aufgenommen werden sollen". Dabei werde darüber gesprochen, "die Kostensituation zu verbessern". Das im Jahr 2002 begonnene Sparprogramm bei Bayer, das sich auf alle Konzernbereiche erstreckt, gelte weiterhin. Die nun geplanten Maßnahmen sollen zusätzlich gelten.

BIS betreibt für den Chemiekonzern Bayer und seine frühere Tochter Lanxess  die Standorte Leverkusen, Dormagen, Krefeld-Uerdingen und Brunsbüttel. Die Gesellschaft versorgt die Niederlassungen mit Energie, entsorgt Abwässer, stellt den Werkschutz und andere Dienstleistungen bereit. Mit zuletzt 1,7 Milliarden Euro Jahresumsatz ist BIS größter Betreiber von Chemiegeländen in Deutschland. Bayer  hält an BIS 60 Prozent, Lanxess 40 Prozent.

Bei der kleinsten der drei Bayer-Servicegesellschaften - Bayer Technology Services - waren bereits im Mai neue Arbeitszeitregelungen eingeführt worden. Um die Stellen zu erhalten, arbeiten die 1300 Beschäftigten seit Juni bei gleichem Lohn wöchentlich zweieinhalb Stunden länger. Die Wochenarbeitszeit liegt damit bei 40 Stunden. Im Gegenzug hatte sich die Bayer-Tochter verpflichtet, bis Ende 2007 die Zahl der Beschäftigten nicht unter 1230 zu verringern.

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