HypoVereinsbank Hedgefonds lehnen Unicredit-Offerte ab

Sowohl die italienische wie die deutsche Seite zeigen sich überzeugt davon, dass die Übernahme der HVB durch Unicredit nicht gefährdet ist. Doch kurz vor Ende der Angebotsfrist zum Aktientausch verkünden zwei beteiligte Hedgefonds, dass sie mit dem Deal nicht einverstanden sind.

Frankfurt am Main - Kurz vor Ablauf des Übernahmeangebots der italienischen Großbank Unicredit  für die HypoVereinsbank  (HVB) melden sich kritischer Aktionäre zu Wort.

Der Hedge-Fonds Altima Partners habe angekündigt, er werde seine HVB-Anteile zunächst nicht tauschen. Das meldet das "Handelsblatt" (Freitagsausgabe). Bereits zuvor hatte der Hedge-Fonds-Anbieter GAM die Offerte als zu niedrig abgelehnt. "Wir sind gegen die Übernahme, da wir der HVB nach dem Abarbeiten ihrer Probleme gute Kurschancen zutrauen", wird Managing Partner Mark Donegan zitiert.

Der Fonds halte nach eigenen Angaben 0,7 Prozent der HVB-Anteile und gehört seit Ende 2004 zum Aktionärskreis. Altima zählt mit 1,3 Milliarden Dollar an verwalteten Geldern zu einer Gruppe unregulierter Hedge-Fonds, die sich auf Spezialsituationen wie im Fall HVB konzentrieren, wie es hieß.

Der Unicredet sind bis Donnerstag um 17.00 Uhr insgesamt 11,95 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte der HVB angedient worden. Das entspreche 89,715 Millionen Stamm- und keinen Vorzugsaktien, wie am Freitag aus einer Finanzanzeige der italienischen Bank hervorgeht.

Das Tauschangebot läuft noch bis zum 10. Oktober, 24.00 Uhr. Allerdings könnte die Angebotsfrist um zwei Wochen verlängern werden. Unicredit strebt eine Annahmequote von 65 Prozent an.

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