Städteranking Lebenswertes Frankfurt

Frankfurt am Main liegt nach einer aktuellen Studie der "Economist Intelligence Unit" auf Platz elf unter 127 Städten weltweit. Noch besser wohnt es sich in Wien, Melbourne und Genf. Auf Platz eins landet eine kanadische Stadt.

London - Frankfurt am Main hat in einer Studie zur Lebensqualität in 127 Städten weltweit als beste deutsche Metropole abgeschnitten.

In der Liste der britischen Forschungsgruppe "Economist Intelligence Unit" (EIU) steht Frankfurt auf Platz elf, wie die Stadtverwaltung am Donnerstag mitteilte.

Hamburg rangiert zusammen mit Paris, Tokio und Montreal auf Platz 16. Berlin kommt auf Platz 20, Düsseldorf und München finden sich auf Platz 26.

Im Rahmen der Studie wurden 127 Städte weltweit verglichen. Untersucht wurden insgesamt 40 Indikatoren in den fünf Kategorien Stabilität, Gesundheitspflege, Kultur und Umwelt, Erziehung und Infrastruktur. Die Stadt mit der höchsten Lebensqualität ist demnach das kanadische Vancouver.

Platz zwei des Rankings teilen sich Wien, Melbourne und Genf.

Auf den weiteren Plätzen folgen - ebenfalls gleichwertig - die australischen Städte Perth, Adelaide und Sydney sowie Zürich, Toronto und Calgary. Eine hohe Lebensqualität weisen auch Brisbane, Kopenhagen, Helsinki und Stockholm auf.

Tanzende beim Wiener Opernball: Österreichs Hauptstadt erringt Platz zwei

Tanzende beim Wiener Opernball: Österreichs Hauptstadt erringt Platz zwei

Foto: AP
Stadtsilhouette Vancouver: Die Pazifik-Metropole holt den ersten Platz

Stadtsilhouette Vancouver: Die Pazifik-Metropole holt den ersten Platz

Foto: Tourism Vancouver
Beste Stadt Deutschlands: Im Main spiegeln sich kurz nach Mitternacht die Silversterraketen vor der Hochhauskulisse

Beste Stadt Deutschlands: Im Main spiegeln sich kurz nach Mitternacht die Silversterraketen vor der Hochhauskulisse

Foto: DPA




Top-Lebensqualität - die begehrtesten Wohnstätten der Welt
Klicken Sie auf ein Bild,
um zur Großansicht zu gelangen.

Am wenigsten Lebensqualität unter den untersuchten Städten in den "alten" EU-Ländern bietet auf Grund des relativ schlechten Klimas und der weniger entwickelten Infrastruktur die griechische Hauptstadt Athen.

Papua Neuguinea ist Schlusslicht

Papua Neuguinea ist Schlusslicht

Die geringste Lebensqualität weltweit wird in der Studie der Hauptstadt von Papua Neuguinea, Port Moresby, zugewiesen. Sehr schlechte Lebensbedingungen weisen auch Algier (Algerien), Dhaka (Bangladesch), Karachi (Pakistan), Lagos (Nigeria), Phnom Penh (Kambodscha), Abidjan (Elfenbeinküste), Harare (Zimbabwe), Douala (Kamerun) und Teheran (Iran) auf.

Generell haben laut der Studie alle untersuchten Städte in Westeuropa und Nordamerika eine relativ hohe Lebensqualität, während die Lebensbedingungen in den Städten in Lateinamerika, Afrika und im Mittleren Osten zu wünschen übrig lassen. Osteuropäische Städte schneiden im Schnitt etwas schlechter ab als Städte in Asien.

Kriminalitätsrate als entscheidender Faktor

In Kanada liegen die Städte mit der höchsten Lebensqualität, da sie eine geringe Kriminalität, ein geringes Terrorrisiko und eine hoch entwickelte Infrastruktur aufweisen. In den USA haben Cleveland und Pittsburgh die beste, Lexington die geringste Lebensqualität. In Lateinamerika lebt es sich am besten in Montevideo in Uruguay, in Santiago de Chile und im argentinischen Buenos Aires, am schlechtesten in Bogota (Kolumbien) und in Caracas (Venezuela).

Zwar gibt es laut Studie noch immer einen großen Unterschied zwischen dem östlichen und dem westlichen Europa, dank EU-Beitritt und der starken wirtschaftlichen Entwicklung nach dem Zerfall der Sowjetunion habe Osteuropa aber eine Aufholjagd gegenüber dem Westen gestartet.

Die höchste Lebensqualität in Osteuropa weisen Budapest, Bratislava und Prag auf, die schlechteste Kiew (Ukraine).

Angesichts des aktuellen politischen Klimas sei es nicht verwunderlich, dass Destinationen mit einer geringen Terrorgefahr am stärksten begehrt seien, bemerkte Studienautor Jon Copestake.