BASF Eine Milliarde pro Jahr für Europa

Der Chemiekonzern BASF will in seinem wichtigsten Markt Europa künftig rund eine Milliarde Euro jährlich investieren und in der Region doppelt so schnell wachsen wie der Markt. Der Umsatz in Osteuropa soll sich bis 2010 verdoppeln.

Ludwigshafen - "In dieser Region arbeitet die Mehrheit der BASF-Mitarbeiter und auch in der Zukunft planen wir - Wirtschaftlichkeit vorausgesetzt - rund eine Milliarde Euro jährlich an Investitionen", sagte der stellvertretende Vorstandschef von BASF , Eggert Voscherau, am Donnerstag in Ludwigshafen.

"Wir wollen in Europa doppelt so schnell wachsen wie der Markt", ergänzte Voscherau. Dies entspreche einem Wachstum von 3,5 bis 4,0 Prozent. In Osteuropa will der Chemieriese seinen Umsatz bis zum Jahr 2010 auf zwei Milliarden Euro verdoppeln.

Umsatz in Europa zweistellig gesteigert

Im zweiten Quartal hatte BASF seinen Umsatz in Europa um elf Prozent auf 6,2 Milliarden Euro gesteigert. Der Betriebsgewinn (Ebit) vor Sondereinflüssen war um 28 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro geklettert und machte damit fast drei Viertel des Gruppengewinns aus.

In Europa plant BASF nach den Worten Voscheraus deutliche Effizienzsteigerungen. "Durch Optimierung unserer Organisation und unserer Strukturen sowie eine noch marktnähere Ausrichtung des Vertriebs in Europa haben wir jährliche Einsparungen von 250 Millionen Euro identifiziert", sagte er.

BASF hatte im Juli bekräftigt, die jährlichen Kosten an seinem Stammsitz in Ludwigshafen nachhaltig um 480 Millionen Euro gesenkt zu haben. "In Summe heißt das: BASF spart nun in Europa jedes Jahr 730 Millionen Euro", sagte Voscherau. Die Aktie von BASF gab am Dienstag in einem schwachen Gesamtmarkt deutlich ab.

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