RWE/Eon Strompreis steigt um bis zu sechs Prozent

Auf viele Privathaushalte kommen steigende Energieausgaben zu. Nachdem Öl- und Gaspreise im Jahresverlauf bereits stark gestiegen sind, müssen viele Verbraucher einem Zeitungsbericht zufolge bald höhere Strompreise zahlen.

Frankfurt am Main - Die regionalen Versorgungstöchter der Energiekonzerne Eon  und RWE  würden bei den zuständigen Landeswirtschaftsministerien die Genehmigungen für Tariferhöhungen zum 1. Januar beantragen, berichtete die "Berliner Zeitung" (Samstagausgabe). Zu erwarten seien Steigerungen von bis zu sechs Prozent. Ein Sprecher von RWE bestätigte am Freitagabend die Pläne zur Beantragung höherer Strompreise, machte aber keine Angaben zur Höhe der Steigerungen.

"Wir werden einen Antrag abgeben", sagte der RWE-Sprecher. Als Gründe für die Erhöhungen nannte er gestiegene Beschaffungskosten und höhere Kosten wegen Abgaben für erneuerbare Energien. Es gebe aber regionale Differenzen bei den verschiedenen Versorgungstöchtern. Auch ein Eon-Sprecher bestätigte, dass Preiserhöhungen geplant sind.

Betroffen von den Strompreiserhöhungen seien bei Eon rund acht Millionen und bei RWE rund 7,2 Millionen Kunden, berichtete die Zeitung. Für weitere rund zwei Millionen Verbraucher steht dem Bericht zufolge bereits fest, dass sie ab Januar mehr für ihren Strom bezahlen müssen, da bereits vor zwei Jahren eine entsprechende Erhöhung genehmigt worden war.

Bei RWE seien von der geplanten Erhöhung die Kunden der Versorger Rhein-Ruhr (Essen), Westfalen-Weser-Ems (Dortmund), Lech-Werke (Augsburg), Süwag (Hessen), VSE Energis (Saarland), Envia (Chemnitz), Kevag (Koblenz) und Ele (Gelsenkirchen) betroffen. Bei E.ON gehe es um die Töchter EAM Energie (Kassel), Edis (Fürstenwalde), Avacon (Helmstedt) Eon Hanse Qickborn), Eon Westfalen Weser Ems (Paderborn) und Theag (Erfurt).