Ausstieg Lufthansa und Metro verkaufen Payback-Anteile

Die Deutsche Lufthansa verkauft ihre Mehrheitseteiligung am größten deutschen Bonuskartenbetreiber Payback, Metro schmilzt seinen Anteil um 15 Prozent. Käufer ist ein britischer Investor. Payback, an dem auch Obi und Europcar teilnehmen, könnte nun bald nach Asien expandieren.

Köln - Wie die Lufthansa am Freitag in Köln mitteilte, geht der Anteil von 52,6 Prozent an der Loyalty Partner GmbH, die die Bonuskarte Payback herausgibt, an die britische Investmentgesellschaft Palamon Capital Partners. Der Verkauf sei ein weiterer Schritt der Lufthansa  bei der Konzentration auf ihre Kernkompetenz.

Den Buchgewinn aus der Veräußerung beziffert die Fluggesellschaft auf 100 Millionen Euro im dritten Quartal.

Weg für Auslandsexpansion geebnet

Nach einem Bericht des "Handelsblatts" (Freitagausgabe) will der britische Finanzinvestor Palamon insgesamt 60 Prozent an der Payback-Betreiberfirma Loyalty Partners erwerben und dafür rund 130 Millionen Euro zahlen. Damit werde der Wert des gesamten Unternehmens auf rund 220 Millionen Euro oder den 15-fachen Jahresertrag veranschlagt.

Mit dem Verkauf der Lufthansa-Anteile werde der Weg für die Auslandsexpansion des Bonuskartenbetreibers geebnet, schreibt das Blatt weiter. Gemeinsam mit dem neuen Finanzinvestor Palamon Capital Partners plane Payback-Gründer Alexander Rittweger den Aufbau eines Bonuskartenprogramms in Asien.

Der frühere Lufthansa-Berater Rittweger hatte Payback im Jahr 2000 gegründet. Innerhalb von fünf Jahren wurde das branchenübergreifende Rabattsystem das wichtigste Kundenbindungsmittel in Deutschland. An Payback nehmen unter anderen die Metro-Töchter Real und Kaufhof sowie Firmen wie Obi, WMF und Europcar teil.

Metro reduziert Anteil um 15 Prozent

Metro  allerdings hat seine Beteiligung ebenfalls am heutigen Freitag reduziert - von 25 auf 10 Prozent. Durch den teilweisen Verkauf seiner Beteiligung an Payback fließt dem Konzern ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag zu. Der Betrag soll im laufenden Geschäftsjahr verbucht werden. Dies teilte Metro am Freitag mit.

Käuferin der Metro-Anteile ist ebenfalls Palamon Capital Partners. Die Vertriebslinien der Metro Group würden auch zukünftig die Vorzüge von Payback unverändert für sich nutzen, hieß es.

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