Lufthansa 52 Euro Zuschlag pro Strecke

Die Lufthansa erhöht wegen der Ölpreis-Rekorde erneut ihre Kerosinzuschläge. Langstreckenpassagiere müssen damit vom 26. September an 52 Euro Treibstoffzuschlag pro Strecke zahlen. In den USA haben hohe Kerosinpreise und Billigkonkurrenz indessen zwei weitere Airlines zum Insolvenzrichter gezwungen.

Frankfurt am Main - Für Langstrecken werde der Aufpreis vom Verkaufsdatum 26. September an von bisher 37 Euro auf 52 Euro pro Strecke angehoben, wie die Lufthansa  am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Zugleich erhöhe sich der Zuschlag für innerdeutsche und innereuropäische Routen pro Strecke von neun auf zwölf Euro.

Für Flugtickets, die bis zum 26. September ausgestellt werden, gelten die bisherigen Aufpreise. Lufthansa beobachte den Ölpreis kontinuierlich und werde die erneute Anpassung "so lange in Kraft belassen, bis sich der Treibstoffpreis auf dem Rohstoffmarkt wieder auf einem stabilen Niveau einpendelt", erklärte die größte deutsche Airline.

Preissteigerungen auch bei der Konkurrenz

In diesem Monat hatten bereits die deutschen Fluggesellschaften Air Berlin und Condor Erhöhungen ihrer Kerosinzuschläge angekündigt. So verlangt Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin nun für den Hin- und Rückflug statt wie bislang 28 Euro einen Aufpreis von 36 Euro.

Europas zweitgrößter Reisekonzern Thomas Cook kassiert für Flüge seiner Fluggesellschaft Condor in der Wintersaison je nach Strecke 15 bis 35 Euro statt wie bisher 12 bis 30 Euro.

Die hohen Kerosinpreise sowie die Konkurrenz von Billigfluglinien wie Jetblue oder Southwest haben unterdessen dafür gesorgt, dass nach der US-Fluglinie US-Airways nun auch Delta Airlines und Northwest Airlines den Gang zum Insolvenzrichter angetreten haben und fortan ihren Betrieb unter Gläubigerschutz fortführen. Ein Lufthansa-Sprecher sprach von "unfairem Wettbewerb": Mittlerweile fliegen vier der der sieben größten US-Fluggesellschaften unter Gläubigerschutz.

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