Streit mit China Adidas verlagert Produktion

Der Sportartikelhersteller Adidas verlagert einen Teil seiner Produktion von China nach Indonesien. Damit reagiert das Unternehmen auf den Streit um Einfuhrquoten zwischen China und der EU.

Herzogenaurach - Eine Unternehmenssprecherin bestätigte am Montag entsprechende Äußerungen der indonesischen Handelsministerin Marie Elka Pangestu in der "Jakarta Post". Anders als Pangestu wollte die Sprecherin von Adidas  aber den Umfang der Produktionsverlagerung nicht beziffern.

Die indonesische Handelsministerin hatte das Auftragsvolumen für verschiedene Unternehmen ihres Landes mit 140 Millionen Dollar beziffert und gleichzeitig angekündigt, Adidas plane 20 Prozent seiner chinesischen Produktion künftig in Indonesien und Vietnam herstellen zu lassen.

"Die Produktionsverlagerung hängt mit den Diskussionen um die Einfuhrquoten von chinesischen Textilien in die Europäische Union zusammen", sagte die Sprecherin. Allerdings habe sich der Sportartikelhersteller bereits Anfang des Jahres, als die Quotendiskussion erstmals aufkam, zu einer Diversifikation der Produktionsstandorte entschlossen.

Durch die aktuelle Situation bei der Einfuhr von Textilien von China in die EU sei der Sportartikelhersteller aber kaum betroffen, sagte die Sprecherin weiter.

Adidas stelle in China auch weniger Textilien, sondern überwiegend Schuhe her, deren Einfuhr keinen Quoten unterliege.

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