VW-Affäre Für mehr als 100.000 Euro nach Indien

Volkswagen hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft Braunschweig für eine einzelne Indien-Reise von Ex-VW-Betriebsratschef Klaus Volkert mit den ehemaligen Managern Helmuth Schuster und Klaus-Joachim Gebauer mehr als hunderttausend Euro bezahlt.

Wolfsburg - Die Reise sei Anlass zur Ausdehnung der Untreue-Ermittlungen auf Volkert gewesen und habe "einen sechsstelligen Betrag" gekostet, sagte am Montag ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Braunschweig. Einen Bericht der "Wolfsburger Nachrichten", wonach VW für die Reise über 155.000 Euro bezahlt hat, wollte er im Detail nicht bestätigen.

Die Beteiligung von Volkert an der Firma F-Bel, die in Prag ein Skoda-Abholzentrum nach dem Vorbild der Wolfsburger Autostadt errichten wollte, seien nicht Gegenstand des Ermittlungsverfahrens, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt weiter. Das Unternehmen F-Bel, an dem Volkert nach eigenen Angaben beteiligt war, habe nach derzeitigem Erkenntnisstand keine Geschäfte mit VW getätigt und von dem Autokonzern keine Gelder erhalten. Allein die Gründung einer Firma sei strafrechtlich nicht relevant.

Gegen Volkert werde zunächst auf Grund der Indien-Reise wegen Anstiftung oder Beihilfe zur Untreue ermittelt. Im Zuge der Ermittlungen werde man aber weitere Reisen überprüfen, kündigte Koch an. Der ehemalige Betriebsratsvorsitzende hat sich von Volkswagen bis Ende November von seinem Arbeitsvertrag freistellen lassen und erhält in dieser Zeit kein Gehalt. Anschließend will er nach VW-Angaben in den Ruhestand gehen.

Volkswagen

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