Post Mehr Geld für Beamte

Die knapp 63.000 verbeamteten Mitarbeiter der Deutschen Post können auf eine deutliche Gehaltssteigerung hoffen. Damit gleicht der ehemalige Staatskonzern allerdings nur jene Einbußen aus, die die Beamten im Vorjahr hinnehmen mussten.

Berlin - Das Management der Post  und die Gewerkschaft Ver.di hätten sich auf eine deutliche Erhöhung der Beamtengehälter geeinigt, berichtet die Tageszeitung "Die Welt" unter Berufung auf Verhandlungskreise. Die Verbesserung mache je nach Besoldungsstufe der Beamten zwischen drei und vier Prozent aus.

Von den rund 220.000 Post-Mitarbeitern sind gut 63.000 Beamte. Noch im vergangenen Jahr hatte es heftigen Streit um die Beamtenbesoldung bei der Post gegeben. Der Konzern hatte damals die Verschlechterungen für Bundesbeamte bei Sonderzahlungen auch bei den eigenen Mitarbeitern umgesetzt.

Per Bundesgesetz wurde allen Beamten ab 2004 das Urlaubsgeld gestrichen und das Weihnachtsgeld von gut 84 auf 60 Prozent verringert. Die Gewerkschaft Ver.di warf dem Vorstand der Post damals vor, dadurch ohne Rechtfertigung aus dem Geschäftsverlauf des Konzerns Personalkosten einzusparen.

Deutsche Post

Die Einigung mit der Gewerkschaft sieht dem Bericht zufolge nun vor, dass Postbeamte ab Oktober 2005 eine monatliche Postzulage erhalten. Im Herbst wird es danach eine Einmalzahlung für die Monate Januar bis September 2005 geben. Von Oktober 2005 an werde die Zulage zunächst bis Ende 2007 monatlich gezahlt.

"Damit wird der Einkommensverlust, der durch die Kürzungen beim Weihnachtsgeld und den Wegfall des Urlaubsgeldes entstanden sind, durch die Post ausgeglichen", sagte Ver.di-Vorstandsmitglied Rolf Büttner. Ein Konzernsprecher äußerte sich nicht zu der Einigung.

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