Expansion im Osten Metros Schlaraffenland

In kaum einer anderen Region entwickeln sich Wachstum und Ertrag für die Metro Group so gut wie in Russland. Jetzt forciert Vorstandschef Hans-Joachim Körber die Ausweitung des Geschäfts. Pro Jahr sollen acht bis zehn Standorte in Russland hinzukommen.

Düsseldorf - Der Handelskonzern Metro  will in Russland in den kommenden Jahren zahlreiche neue Märkte eröffnen.

"Unser Ziel ist, dort mit den zwei Vertriebslinien Cash & Carry sowie Real zusammen acht bis zehn Standorte pro Jahr zu eröffnen", sagte Metro-Vorstandschef Hans-Joachim Körber dem "Handelsblatt".

Metro hatte Ende Juli in Moskau sein erstes Selbstbedienungs-Warenhaus in Russland eröffnet. Mit Metro-Märkten, die wie in Deutschland ihre Waren nur an gewerbliche Kunden verkaufen, hat der Konzern nach Körbers Angaben Erfolg: "Wir verdienen in Russland bereits heute Geld."

Der Düsseldorfer Handelskonzern öffnete nach dem Start auf einem seiner wichtigsten Märkte vor vier Jahren am vergangenen Donnerstag bereits den 17. russischen Cash & Carry-Markt, diesmal in Jekaterinburg an der Grenze zu Asien. Die Investitionskosten pro Cash & Carry-Markt werden mit rund 20 Millionen Euro angegeben, die Endverbrauchermärkte verlangen Anlaufkosten, die um etwa ein Viertel höher sind.

Laut Quartalsbericht ist Osteuropa eine der ertragreichsten Regionen. Während der Umsatzanteil in der gesamten Metro Group bei 18 Prozent lag, war der Anteil am Ebitda wesentlich höher. Er lag bei 31,5 Prozent.