Adidas-Chef Hainer "Reebok-Übernahme ist kein Risiko"

Mit der Übernahme des US-Sportartikelherstellers Reebok erwartet Adidas ein deutlich schnelleres Wachstum im wichtigen US-Markt. Der Umsatz werde sich "mehr als verdoppeln", sagt Adidas-Chef Herbert Hainer: "Wir werden eine Präsenz haben, die bisher am Markt nicht da gewesen ist".

Herzogenaurach - "Durch die Übernahme wird sich unser US-Umsatz auf 3,1 Milliarden Euro mehr als verdoppeln", sagte Vorstandschef Herbert Heiner am Mittwoch. Der Kauf sei ein wichtiger strategischer Meilenstein. "Reebok zu übernehmen ist eine im Leben einmalige Chance", sagte Hainer.

Finanziert werden soll die Transaktion teils mit neuen Krediten, teils aus eigenen Mitteln. Adidas und Reebok blieben als eigenständige Marken erhalten. Adidas-Finanzvorstand Robin Stalker bezifferte den Pro-Forma-Umsatz der neuen Unternehmensgruppe für 2004 auf 8,9 Milliarden Euro. Die Übernahme bringe Synergieeffekte und Kosteneinsparungen, die sich nach drei Jahren auf jährlich etwa 125 Millionen Euro beliefen.

"Eine nie da gewesene Präsenz"

Adidas  erwartet durch die Übernahme des amerikanischen Konkurrenten keine hohen Restrukturierungskosten.

Die Synergieeffekte würden schnell die Kosten übertreffen, sagte Finanzchef Robin Stalker am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. Konzernchef Hainer ergänzte, die milliardenschwere Übernahme sei "kein Risiko" für Adidas.

"Wir werden eine Präsenz haben, die bisher nicht da gewesen ist am Markt", ergänzte Hainer in einem ZDF-Interview. "Reebok ist enorm stark in allen amerikanischen Sportarten, mit der NFL mit der NBA. Adidas hat eine starke Präsenz mit der Fußball-Weltmeisterschaft, mit der FIFA, mit den Olympischen Spielen und mit der europäischen Champions League im Fußball."

Aktie zeitweise auf Siebenjahreshoch

Aktie steigt auf Siebenjahreshoch

Adidas legte am Mittwoch außerdem seine Geschäftszahlen für das zweite Quartal vor. Gewinn und Umsatz sind stärker als von Analysten erwartet gestiegen.

Die Aktie von Adidas  gab im frühen Handel zunächst nach, da Aktionäre im Zuge der Reebok-Übernahme eine Kapitalerhöhung erwarten und den Aufschlag von mehr als 30 Prozent pro Reebok-Aktie als recht teuer ansahen.

Im Laufe des Vormittags drehte die Adidas-Aktie jedoch deutlich ins Plus und erreichte zeitweise mit einer Notierung von mehr als 155 Euro den höchsten Stand seit Juli 1998. Mit der Übernahme schaffe sich Adidas nicht nur in den USA neue Perspektiven, so die Einschätzung von Analysten.

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