Modellplanung BMW will kleine Rolls-Royce

BMW will mehr Rolls-Royce verkaufen und deshalb die Modellpalette des Nobelherstellers erweitern. Und zwar mit einem kleineren Rolls, denn über dem Modell Phantom ist „keine Luft mehr“.

München - "Langfristig müssen wir die Marke in Richtung von mehreren tausend Einheiten entwickeln", sagte BMW-Finanzvorstand Stefan Krause dem Branchenmagazin "Automobilwoche". Deshalb plane BMW  die Entwicklung weiterer Modelle. Bisher lag die Zielmarke bei 1000 Einheiten pro Jahr.

Entwicklungsvorstand Burkhard Göschel sagte dem Magazin, neue Modelle sollten unterhalb des Rolls Royce "Phantom" positioniert werden. "Darüber ist keine Luft mehr". Krause forderte, der Abstand zum BMW-Topmodell, der Siebener-Reihe, müsse dennoch groß genug bleiben.

Dem Bericht zufolge plant BMW unter anderem ein Coupé der Nobelmarke. Im ersten Halbjahr 2005 hat der Konzern 285 Rolls Royce verkauft, knapp 11 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Zum Jahresende soll eine Langversion des "Phantom" angeboten werden.

In China soll der BMW-Absatz im laufenden Jahr trotz eines schleppenden Starts wieder anziehen. Nach einem Minus von 6,6 Prozent im ersten Quartal habe BMW in den ersten sechs Monaten mit 13.852 Einheiten 3,2 Prozent mehr Autos verkauft als ein Jahr zuvor. "Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, im Gesamtjahr den Vorjahresabsatz deutlich übertreffen zu können", sagte BMW-China-Chef Christoph Stark der "Automobilwoche". Der Aufbau der eigenen Produktion verzögere sich aber. 30.000 Autos pro Jahr werde BMW in der Fabrik in Shenyang erst 2010 bauen können und nicht wie geplant 2005 oder 2006, berichtete das Branchenblatt.