Volkswagen-Affäre Hartz geht zum 1. August

Volkswagen-Personalvorstand Peter Hartz verlässt seinen Posten zum 1. August. Hausjuristen prüfen inzwischen, ob eine vereinbarte Verlängerung seines Vertrages bis 2007 überhaupt gültig ist.

Hamburg - Den bisher von Volkswagen nicht bestätigten Abschiedstermin nennt das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL. Hartz hatte im Jahr 2002 einen neuen Fünf-Jahres-Vertrag erhalten, der bis 2007 läuft. VW-Juristen prüften jetzt aber, ob diese Verlängerung überhaupt gültig war, berichtet der SPIEGEL.

Denn es gibt einen Beschluss des Aufsichtsrats, dass die Verträge von Vorstandsmitgliedern ab dem 63. Lebensjahr nur noch um ein weiteres Jahr verlängert werden. Hartz wäre bei Auslaufen seines Vertrags bereits 66 Jahre alt.

Die VW-Revision geht zurzeit auch noch dem Verdacht nach, dass der ehemalige Skoda-Vorstand Helmuth Schuster weitere, bislang unbekannte Geschäfte mit mutmaßlich eigenen Firmen abgewickelt hat. So untersucht die Revision, ob bei der Beschäftigung von 4000 polnischen Leiharbeitern bei Skoda eine Vermittlungsprovision an eine Schuster-Firma geflossen ist. Schusters Anwalt erklärt, dass die Staatsanwaltschaft ihm bislang keine Anhaltspunkte für eine strafbare Handlung seines Mandanten geliefert habe.