WCM Rebon-Klage abgewiesen

Zur Abwechslung einmal positive Nachrichten von WCM. Das Landgericht Frankfurt hat eine Schadenersatzklage über 80 Millionen Euro gegen die frühere Beteiligungsgesellschaft abgewiesen.

Frankfurt - Geklagt habe die niederländische Firma Rebon, mit der zusammen WCM  seinerzeit das Immobilienunternehmen IVG Immobilien  besessen habe, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag in Frankfurt. Die im Kleinwertesegment SDax  gehandelte WCM-Aktie machte einen Kurssprung von zeitweise über 11 Prozent auf 0,48 Euro, bevor sie bis 13.45 Uhr vom Börsenhandel ausgesetzt wurde.

Im September vorigen Jahres hatte die Investorengruppe Rebon die WCM auf Zahlung von 80 Millionen Euro verklagt. Rebon war zusammen mit WCM über Jahre Eigentümerin der Holding Sirius gewesen, die ihrerseits Mehrheitsgesellschafterin beim Immobilienkonzern IVG war. Sirius hatte Ende November 2003 Insolvenzantrag gestellt. Im Zuge des Insolvenzverfahrens hatte der Insolvenzverwalter die IVG-Aktien verkauft, zum großen Teil an die Privatbank Sal. Oppenheim.

Rebon behaupte, die IVG-Aktien seien zu einem viel zu niedrigen Preis verkauft worden und leite daraus seinen Schadenersatzanspruch her, sagte der WCM-Sprecher weiter. Das erstinstanzliche Urteil sei noch nicht rechtskräftig.