Sixt Geheime Gehälter

Erich Sixt, Chef und Großaktionär von Deutschlands größtem Autovermieter, braucht sein Gehalt und die Bezüge seiner Vorstände und Aufsichtsräte nicht detailliert aufzuschlüsseln. Auf der Hauptversammlung wurde mit einer Mehrheit von 98 Prozent eine Ausnahme von der gesetzlichen Vorschrift beschlossen.

München - Über einen entsprechenden Antrag haben am heutigen Donnerstag die Aktionäre auf der Hauptversammlung des Unternehmens in München abgestimmt. Börsennotierte Unternehmen sind künftig gesetzlich verpflichtet, die Gehälter ihrer Manager zu nennen. Einer Ausnahme kann die Hauptversammlung aber mit einer Dreiviertelmehrheit zustimmen.

Sixt  stellte als eines der ersten Unternehmen einen entsprechenden Antrag. Begründet wird er damit, dass eine Offenlegung der individuellen Gehälter zu stark in die Privatsphäre eingreife.

Sixt-Vorstandschef Erich Sixt hielt zuletzt rund 57 Prozent der stimmberechtigten Stamm-Aktien. Die notwendige Drei-Viertel-Mehrheit gegen die Offenlegung der Gehälter wurde bei der Abstimmung mit 98 Prozent der anwesenden Stammaktien weit übertroffen.

Neben Sixt selbst sind Finanzvorstand Karsten Odemann, Fuhrparkchef Detlev Pätsch, Vertriebschef Hans-Norbert Topp im Management und im Aufsichtsrat Chef Karl Josef Neukirchen sowie Dietrich Bernstorff und Thierry Antinori nun von der Pflicht entbunden, ihre Gehälter, Boni und Pensionsleistungen zu veröffentlichen.

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