Europa-Zulassungszahlen Rekord im Juni

Mit einem Absatzrekord im Juni haben die Automobilhersteller in Europa den Rückstand auf die Zulassungszahlen des Vorjahres deutlich verringert. Vor allem die großen deutschen Autobauer feierten Erfolge.

Brüssel - In ganz Europa - den 25 EU-Ländern und den drei Efta-Staaten Norwegen, Island und Schweiz - seien die Neuzulassungen im abgelaufenen Monat binnen Jahresfrist um 4,5 Prozent auf rund 1,546 Millionen gestiegen, teilte die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller ACEA am Mittwoch in Brüssel mit. Im Mai war der Absatz noch um 1,7 Prozent zurückgegangen. Nach einem schwachen Jahresauftakt liegen die Verkaufszahlen in den ersten sechs Monaten mit 8,201 Millionen noch um 1,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

In den 15 westeuropäischen EU-Staaten und den Efta-Ländern legten die Neuzulassungen im Juni der ACEA-Statistik zufolge um 4,5 Prozent auf 1,474 Millionen Autos zu. Ein Sprecher der ACEA sagte, dies sei der beste Juni seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen 1990 gewesen. Von Januar bis Juni lag der Absatz noch um 0,3 Prozent unter Vorjahr.

Unter den großen Ländern verbuchte Italien mit 18 Prozent das stärkste Plus bei den Neuzulassungen. Das Land hatte im Mai allerdings einen starken Rückgang von 27,9 Prozent erfahren, nachdem die Automobil-Transporteure gestreikt hatten und die Auslieferung neuer Wagen unterbrochen war. In Deutschland stieg die Zahl der Neuzulassungen um 8,2 Prozent.

Volkswagen und BMW im Plus

Die deutschen Autobauer Volkswagen  und BMW  festigten im Juni ihren Absatz in Europa wie im Vormonat deutlich. Volkswagen erhöhte die Neuzulassungen in Gesamt-Europa um 8,1 Prozent. Europas größter Autobauer baute seinen Marktanteil auf 19,0 (Vorjahreszeitraum: 18,4) Prozent aus. Von der Marke Audi verkauften die Wolfsburger allein 18,2 Prozent mehr.

BMW erhöhte die Neuregistrierungen sogar um 21,8 Prozent und schraubte den Marktanteil damit auf 5,2 von 4,4 Prozent. BMW hatte in den zurückliegenden Monaten seine Modellpalette erneuert und die kompakte 1er-Reihe sowie das neue Mittelklassemodell, den 3er, auf den Markt gebracht. DaimlerChrysler  verlor von 6,0 auf 5,7 Prozent, die Kernmarke Mercedes stoppte den Abwärtstrend und lag unverändert bei 4,3 Prozent Marktanteil.

Toyota holt auch in Europa auf

Die französische Peugeot Citroen Gruppe (PSA) hatte im Juni einen Marktanteil von 13,4 (14,3) Prozent, Fiat  von 6,3 (6,7) und Renault  von 10,9 (11,0) Prozent.

Ford  verlor an Boden und erreichte einen Marktanteil von 10,6 (11,3) Prozent. General Motors  lag bei 11,2 (11,4) Prozent, die deutsche Marke Opel verlor von 9,8 auf 9,6 Prozent. Toyota (mit Lexus)  steigerte den Anteil auf 5,1 (4,6) Prozent. Mazda verfehlte erneut sein Niveau des vergangenen Jahres.

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