Commerzbank Weiterer Stellenabbau im Mittelstandsgeschäft

Die Commerzbank plant ihrem Vorstandsmitglied Martin Blessing zufolge einen weiteren Stellenabbau um 10 Prozent im Mittelstandsgeschäft, um die Renditevorgabe für diesen Bereich zu erfüllen. Eine Alternative gibt es aber noch.

Frankfurt am Main - Im deutschen Mittelstandsgeschäft würden 300 Arbeitsplätze in der Kreditbearbeitung gestrichen, zitierte das "Handelsblatt" das für das Firmenkundengeschäft zuständige Vorstandsmitglied Martin Blessing. Darüber hinaus seien auch 300 Arbeitsplätze im Vertrieb gefährdet. Den Angaben zufolge sind im Mittelstandsgeschäft der Bank insgesamt rund 3000 Mitarbeiter beschäftigt.

Insgesamt soll das für die Commerzbank zentrale Mittelstandsgeschäft den Planungen zufolge bis 2007 eine Vorsteuerrendite von 17 Prozent erzielen. Blessing sagte, die Stellen im Vertrieb könnten noch mit einem für die Branche neuen Beschäftigungspakt gerettet werden, sofern Umsatz und Gewinn der Sparte in den nächsten zwei Jahren um jeweils 8 beziehungsweise 15 Prozent zulegten. Die Commerzbank versuche, "so viele Mitarbeiter wie möglich an Bord zu halten", sagte Blessing. Dem "Handelsblatt" zufolge sollten die Verhandlungen mit dem Betriebsrat darüber am heutigen Mittwoch beginnen.

Die Bank hat in den vergangenen drei Jahren 6400 Arbeitsplätze abgebaut. Zurzeit beschäftigt sie noch 32.600 Mitarbeiter, davon rund 25.000 in Deutschland.

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