Vertriebsaffäre DaimlerChrysler schließt Untersuchungen ab

DaimlerChrysler hat die monatelangen Untersuchungen über Unregelmäßigkeiten in Teilen der deutschen Vertriebsorganisation abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft in Stuttgart ermittelt allerdings weiter.

Stuttgart - Wie DaimlerChrysler  am Montag in Stuttgart erklärte, werde die interne Revision des Konzerns in den nächsten Tagen ihren nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Untersuchungsbericht vorlegen.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt inzwischen gegen 17 Beschuldigte wegen Untreue und Bestechlichkeit im Vertriebsnetz von DaimlerChrysler. Dies bestätigte die Behörde am Montag. Bei den Beschuldigten handelt es sich um aktive und ehemalige Mitarbeiter des Automobilkonzerns, aber auch um Personen außerhalb des Konzerns.

Im Zuge der Ermittlungen, in die auch die Konzernsicherheit von DaimlerChrysler eingeschaltet war, habe der Automobilkonzern "in einigen Fällen personelle Konsequenzen gezogen", heißt es in der Erklärung. DaimlerChrysler werde die andauernden Untersuchungen der Justizbehörden "selbstverständlich weiter unterstützen".

Der Konzern hat inzwischen einigen Mitarbeitern gekündigt, mehrere von ihnen klagen gegen die Entlassung vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft und DaimlerChrysler nennen weiterhin keine Namen. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte am Montag: "Es ist offen, ob und gegen wen Anklage erhoben wird".