Urteil Lufthansa darf A380-Halle bauen

Die Wartungshalle der Deutschen Lufthansa für den Airbus A380 am Flughafen Frankfurt kann wie geplant gebaut werden. Der Verwaltungsgerichtshof Kassel hat am Dienstag die Klagen mehrerer Kommunen und Umweltschützer zurückgewiesen. Die Halle ist ein Kernstück des geplanten Flughafenausbaus in Frankfurt.

Frankfurt - Der zuständige Senat bestätigte damit den Planfeststellungsbeschluss der hessischen Landesregierung vom vorigen November und ließ eine Revision nicht zu. Allerdings muss noch ein zusätzliches Lärmgutachten erstellt werden.

Die Arbeiten für die in zwei Jahren benötigte Halle können dennoch planmäßig im Herbst mit der Rodung von mehr als 20 Hektar geschützten Waldes beginnen. Der Zeitplan für die fast 50.000 Quadratmeter große und rund 150 Millionen Euro teure Halle gilt bereits als sehr eng.

Die Klagen von mehreren Kommunen aus dem Rhein-Main-Gebiet, dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Gemeinnützigen Baugesellschaft Offenbach richteten sich im wesentlichen gegen den Standort im so genannten Bannwald außerhalb des Flughafens. Die Kläger forderten alternativ den Bau innerhalb des Flughafengeländes.

Der zwölfte Senat des obersten hessischen Verwaltungsgerichts stellte jedoch das öffentliche Interesse an dem Bau der Wartungshalle über die Anliegen des Naturschutzes. Im Gegensatz zum BUND seien die Kommunen zudem nicht berechtigt, Naturschutzgründe geltend zu machen, sagte der Senatsvorsitzende Hartmut Zysk.

Arbeiten können beginnen

Lufthansa  und der Flughafenbetreiber Fraport  hatten darauf gehofft, dass die Gerichtsentscheidung nicht zu einer Verzögerung des Projekts führt. Das vom Gericht nun geforderte Lärmgutachten hat keine aufschiebende Wirkung mehr. Anfang November, nach dem Ende der Vegetationsperiode, sollen die Rodungsarbeiten beginnen, zu denen in der Region Proteste von Anwohnern und Umweltschützern erwartet werden.

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Fast zum Anfassen nah: Airbus A380 auf der Luftfahrtschau in Le Bourget

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Kein Fliegenkadaver soll den Ausblick trüben: Letztes Putzen am A380

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Vergangenheit und Zukunft: Boeing 747 im Vordergrund und Airbus A380

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Guck mal wie wendig ich bin: Der A380 bei der Eröffnungsfeier der Luftfahrtmesse

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Zwei Schwergewichte: Der französische Präsident Jacques Chirac verlässt den A380

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Im Landeanflug: A380 über dem Gelände der Luftfahrtmesse

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Die geplante Wartungshalle für den A380 ist ein wesentlicher Bestandteil des vorgesehenen Flughafenausbaus. Die Wartungshalle soll im Herbst 2007 in Betrieb gehen, wenn die Lufthansa den Airbus A 380 in Dienst nimmt.

Die Halle fasst insgesamt vier der doppelstöckigen Großflugzeuge und wird rund 350 Meter lang, 45 Meter hoch und 140 Meter breit. Die Baukosten sind auf 150 Millionen Euro veranschlagt. Die Halle ist nötig, da das neue Flugzeuge für 555 Passagiere auf Grund seiner Größe in herkömmliche Wartungshallen nicht hineinpasst.

Für die Werft im Süden des Flughafengeländes werden rund 25 Hektar Fläche, vor allem Waldgebiet, benötigt. Neben der Halle selber ist ein Wartungsvorfeld mit Platz für drei Flieger, ein Lagergebäude sowie ein Anschluss an die Rollbahnen des Flughafens geplant.