Handel Otto überholt KarstadtQuelle

Der Hamburger Handelskonzern rechnet trotz Konsumflaute mit einem leichten Umsatzplus. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Gruppe nach Umsatz erstmals KarstadtQuelle überholt. Konzernchef Michael Otto setzt verstärkt auf kleinere bis mittelgroße Läden.

Hamburg - Der hohe Ölpreis habe dem privaten Konsum weltweit Kaufkraft entzogen, sagte Konzernchef Michael Otto am Donnerstag in Hamburg. Dennoch rechne er für die Gruppe im laufenden Geschäftsjahr mit einem Umsatzplus von ein bis zwei Prozent.

Im vergangenen Geschäftsjahr hatte die Otto Gruppe mit rund 54 000 Beschäftigten einen Umsatz von 14,4 Milliarden Euro erreicht und damit erstmals den Konkurrenten KarstadtQuelle  abgehängt. Der Vorsteuergewinn der Otto Gruppe stieg auf 413 Millionen nach 307 Millionen im Vorjahr. "Es geht erfreulich voran", sagte Otto.

Versandhandel macht fünf Prozent vom Umsatz aus

Der Otto-Konzern will neben dem Versandgeschäft in Zukunft verstärkt auf Läden und andere Verkaufsniederlassungen setzen. "Der Versandhandel hat 5 Prozent am gesamten Einzelhandelsumsatz, der stationäre Einzelhandel 95 Prozent", stellte Otto bei der Vorlage der Bilanz fest. Er kündigte der Eröffnung neuer Läden an, schloss aber Warenhäuser oder riesige Märkte aus.

Otto ist schon mit Ketten wie Zara, SportScheck, Massimo Dutti, EddieBauer oder Castro am Markt aktiv. "Mittel- und langfristig messen wir dem stationären Einzelhandel die gleiche strategische Bedeutung bei wie unserem klassischen Kataloggeschäft und dem E-Commerce", sagte Otto.

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