Volkswagen Bernhard will Sparkurs verschärfen

Das "ForMotion"-Programm verordnet dem Volkswagen-Konzern bereits einen harten Sparkurs. Doch VW-Markenchef Wolfgang Bernhard will die Gangart noch verschärfen. Sieben Milliarden Euro will er in den kommenden Jahren einsparen. Vor allem die Zulieferer müssen sich auf einen massiven Preisdruck einstellen.

Hamburg - VW-Markenchef Wolfgang Bernhard will seinen Sparkurs noch einmal verschärfen. Das berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die am Freitag (24. Juni) erscheint. In den kommenden drei bis vier Jahren wolle Bernhard in der Markengruppe VW sieben Milliarden Euro herausholen, heißt es in Konzernkreisen.

Allein drei Milliarden Euro davon entfielen auf die Zulieferer. Auf einer Zuliefererkonferenz in Hannover stellte Bernhard jüngst klar, die VW-Lieferanten müssten ihre Preise in den nächsten beiden Jahren um insgesamt 10 Prozent senken.

Bernhard geht damit noch über die Sparziele hinaus, die Konzernchef Bernd Pischetsrieder für die gesamte Volkswagen-Gruppe  gesetzt hat. Pischetsrieder hatte angekündigt, mit dem Sparprogramm "ForMotion" das Konzernergebnis bis 2008 um mindestens vier Milliarden Euro zu verbessern.

Aus der ersten "ForMotion"-Runde 2004 und 2005 erwartet Pischetsrieder Einsparungen von knapp fünf Milliarden Euro. Auf einer Führungskräftekonferenz Ende Juni in Wolfsburg will er Details über den weiteren Kurs bekannt geben.

VW-Markenchef Bernhard kündigte vor den Zulieferern an, dass er gleichzeitig die Kosten drücken und die Qualität erhöhen wolle. "Wir müssen besser werden", sagte Bernhard vor den Zulieferern. Vor allem die hohen Aufwendungen für Garantie- und Kulanzleistungen und die schlechte Platzierung in der amerikanischen J.D.-Power-Qualitätsrangliste stören ihn. Deshalb will Bernhard die Prämien der Führungskräfte jetzt von der Qualität der VW-Modelle abhängig machen. Derzeit verhandelt er mit Managementvertretern darüber, wie genau das neue Bonussystem aussehen soll.

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