Donnerstag, 19. September 2019

HVB/UniCredito Töchter auf der Verkaufsliste

Nicht nur die Discounterbroker-Tochter der HypoVereinsbank, die DAB Bank, steht laut einem Medienbericht auf der Verkaufsliste. Hintergrund ist die Fusion zwischen der HVB und der italienischen UniCredito. Auf italienischer Seite sollen angeblich Teile des Leasinggeschäfts veräußert werden.

Frankfurt - Die HVB und der italienische Fusionspartner Unicredito Börsen-Chart zeigen planen laut einem Zeitungsbericht den Verkauf von Tochterunternehmen.

Die Struktur verändert sich: HVB-Chef Dieter Rampl
Bei der HVB werde durch die Übernahme eine Trennung von der Direktbank-Tochter DAB Bank Börsen-Chart zeigen wahrscheinlicher, meldet das "Handelsblatt" am Mittwoch vorab aus seiner Donnerstagausgabe unter Berufung auf Finanzkreise. Die HVB wollte den Bericht nicht kommentieren.

UniCredito erwäge den Verkauf von nicht-strategischen Geschäftsbereichen. "Der Verkauf von Teilen des Leasing-Geschäfts ist eine der Optionen, die wir in Betracht ziehen", zitierte die Zeitung aus Unternehmenskreisen.

Anteil an Rhön Klinikum für 260 Millionen verkauft

Experten schätzten den Marktwert der Sparte "Locat" auf eine Milliarde Euro, schreibt die Zeitung weiter. Mit 471 Mitarbeitern erwirtschaftete die Sparte 2004 einen Nettogewinn von 93 Millionen Euro.

Die HVB hatte am Mittwoch ihren Anteil an dem Klinikbetreiber Rhön Klinikum verkauft und dabei knapp 260 Millionen Euro erlöst.

Durch die geplante Fusion der Münchener mit den Italienern entsteht eine der zehn größten Banken Europas mit führenden Marktpositionen in Süddeutschland, Österreich, Italien und Osteuropa. Die italienische Bank will die deutsche Nummer zwei per Aktientausch übernehmen und bietet dafür fünf eigene Aktien je HVB-Anteilsschein.

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