Alarmierende Studie Strompreis wird deutlich steigen

Die deutschen Strompreise werden einer Studie zufolge in den kommenden zwölf Monaten um bis zu 20 Prozent steigen. Das trifft zunächst Industriekunden, könnte später aber auch für Privathaushalte gelten.

Hamburg - Die "Financial Times Deutschland" zitiert aus einer Studie des US-Beratungsunternehmens NUS Consulting Group, die einen Vergleich der Preise für Großkunden in 15 Industrieländern erstellt, in dem Deutschland zurzeit auf dem dritten Platz nach Italien und Dänemark liege.

"Für Betriebe, die ihre Stromlieferverträge in den nächsten Monaten erneuern, wird es ein böses Erwachen geben", zitiert die Zeitung Ralf Ridzewski von NUS. Die organisierten Stromverbraucher in Deutschland wie der Verband der Industriellen Kraftwirtschaft (VIK) hatten sich in den letzten Tagen mehrfach alarmiert über "explodierende Strompreise" geäußert. Die Prognose von NUS bestätigt diese Erwartung.

Über die tieferen Ursachen für die Preiserhöhung gibt es unterschiedliche Aussagen. So änderte NUS seine Berechnung wegen des innerhalb eines Monats um 40 Prozent nach oben geschnellten Preises für Emissionsrechte an der Leipziger Strombörse, die immer wieder als mangelhafter Marktplatz kritisiert wurde. Die Stromkonzerne selber verwiesen dagegen zuletzt auf steigende Brennstoffkosten.

Mittelfristig dürfte sich der Anstieg auch auf die Tarife der Privatkunden niederschlagen.