IBM Deutschland Weitere 700 Stellen weg

Weil das Geschäft stockt, will sich IBM weltweit von bis zu 13.000 Mitarbeitern trennen. In Deutschland wird der Stellenabbau laut Zeitungsbericht 1300 Beschäftigte treffen. An welchen Standorten gekürzt wird, ist für 580 Arbeitsplätze bereits bekannt. Zu der neuen Zahl schweigt IBM aber.

Hamburg - Der weltgrößte Computerhersteller IBM  will in Deutschland offenbar 700 Stellen streichen. Mit dieser Größenordnung rechne IBM-Deutschland-Chef Johann Weihern, berichtet die "Financial Times Deutschland" (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Hinzu komme der bereits Anfang März verkündete Abbau von rund 580 Jobs durch die Schließung zweier Standorte der IT-Dienstleistungstochter in Hannover und Schweinfurt (IBM Business Services GmbH). Ein Unternehmenssprecher wollte die Informationen der Zeitung nicht kommentieren.

IBM hatte vor drei Wochen angekündigt, weltweit 10.000 bis 13.000 Arbeitsplätze zu streichen, vor allem in Westeuropa. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte den Wegfall von bis zu 2500 Stellen in Deutschland befürchtet.

IBM Deutschland strebt den Stellenabbau über Auflösungsverträge und Vorruhestandsregelungen an. Ziel sei es, Kündigungen zu vermeiden. Grund für die massiven personellen Einschnitte sind unzureichende Geschäftsergebnisse im ersten Quartal. IBM hatte Ende 2004 weltweit 329.000 Beschäftigte, davon rund 25.000 in Deutschland.