Heuschrecken-Debatte Allianz fordert mehr Kontrolle

Die Allianz fordert als erste große Investmentgesellschaft die Kontrolle von Hedgefonds. Es sei "unverständlich, dass Hedgefonds nicht registriert sind, nicht beaufsichtigt werden und kein Risikokapital halten müssen", sagte Allianz-Vorstandsmitglied Joachim Faber.

Düsseldorf - Joachim Faber leitet das in der Allianz Global Investor zusammengefasste Fondsgeschäft der Allianz  und ist damit Chef einer der weltweit zehn größten Investmentgesellschaften. Mit der Aussage, die er gegenüber dem "Handelsblatt" machte, schaltet er sich als erster traditioneller Fondsmanager in die Debatte um Hedgefonds ein.

Faber will erreichen, das Hedgefonds künftig wie normale Fonds behandelt werden. Die Vertreter der weltweit wichtigsten Kapitalmärkte müssten sich an einen Runden Tisch setzen und Regeln für Hedgefonds entwickeln, forderte er. Verluste der risikoreichen Hedgefonds haben in den vergangenen Wochen zu Turbulenzen an den Kapitalmärkten geführt.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) lässt eine stärkere Regulierung von Hedgefonds zurzeit prüfen. Zustimmung hatte er dabei unter anderem vom Grünen-Koalitionspartner und auch von Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller erhalten. Hedgefonds investieren nicht in Aktien, sondern in Optionen, Terminkontrakte und ähnliche hochspekulative Produkte.

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