DaimlerChrysler Gelände-Mercedes wird in Bremen gebaut

Punktsieg gegen die Niedriglohn-Konkurrenz: Der neue Geländewagen SUT (Sports Utility Tourer) von Mercedes wird im Werk Bremen und nicht in Brasilien vom Band rollen. Die Bremer Belegschaft hat erhebliche Zugeständnisse gemacht. "Deutschland ist konkurrenzfähig", lobt Konzernchef Jürgen Schrempp.

Stuttgart - "Wir erweitern unser Angebot um ein attraktives Fahrzeug in einem höchst interessanten und wachstumsträchtigen Marktsegment", sagte Mercedes-Chef Eckhard Cordes am Donnerstag. Der Geländewagen wird unterhalb der M-Klasse angesiedelt und soll dem BMW X3 Paroli bieten.

Zuvor hatte es intensive Verhandlungen mit den Arbeitnehmern gegeben. Der Betriebsrat machte dabei erhebliche Zugeständnisse, um die Produktion nach Norddeutschland zu holen.

Die Kosten im Werk Bremen, wo rund 15.000 Mitarbeiter beschäftigt sind, sollen bei der SUT-Produktion früheren Betriebsratsangaben zufolge um bis zu 100 Millionen Euro gesenkt werden. Der SUT könnte im Jahr 2008 auf den Markt kommen.

Schrempp: "Deutschland ist konkurrenzfähig"

Konzernchef Jürgen Schrempp sagte: "Die Entscheidung, das Fahrzeug in Bremen zu produzieren, ist ein Baustein unseres Beschäftigungspaktes und zeigt, dass Deutschland als Produktionsstandort konkurrenzfähig ist, wenn die richtigen Rahmenbedingungen definiert werden."

Für die Fertigung des SUT war vor allem auch das brasilianische Mercedes-Werk Juiz de Fora im Gespräch. Ursprünglich sollte dort der smart-Geländewagen formore gebaut werden. Dieses Modell wurde jedoch wegen zu geringer Margen verworfen. In Brasilien wird nun die Produktion der C-Klasse mit vorgefertigten Teilen (CKD-Montage) wieder aufgenommen.