Nachfrageflaute Auch Salzgitter kürzt Stahlproduktion

Nachdem bereits ThyssenKrupp eine Kürzung der Stahlproduktion bekannt gegeben hatte, zog heute Salzgitter-Stahl nach. Die Lager der Kunden seien derzeit voll und südeuropäischer Stahl überschwemme den Markt, hieß es. Man rechne aber mit Besserung im Herbst.

Salzgitter - Der Stahl- und Röhrenhersteller Salzgitter AG wird wie Deutschlands Marktführer ThyssenKrupp  seine Stahlproduktion im zweiten Quartal kürzen. "Die Salzgitter Flachstahl AG wird zum zweiten Quartal 2005 rund 100.000 Tonnen in erster Linie feuerverzinkter und bandbeschichteter Produkte aus dem Markt nehmen", sagte ein Sprecher am Montag. Salzgitter verarbeitet pro Jahr rund acht Millionen Tonnen Rohstahl. Die Menge an feuerverzinktem und bandbeschichteten Stahl ist deutlich kleiner, doch zu der angestrebten Jahresproduktion wollte der Sprecher keine Angaben machen.

Es handle sich vorwiegend um Materialien für die Bauindustrie, die nach wie vor unter der schwachen Konjunktur leide. Die Kunden hätten bereits hohe Lagerbestände.

Salzgitter rechne aber damit, dass die Nachfrage auch in diesem Bereich zum dritten Quartal wieder steige, sagte der Sprecher. "Es handelt sich um eine zyklische Schwankung innerhalb eines positiven Stahltrends."

Am Freitag hatte ThyssenKrupp angekündigt, im zweiten Quartal rund 500.000 Tonnen Stahl weniger zu produzieren. Grund sind nach Angaben des Unternehmens gestiegene Importe im südeuropäischen Raum und hohe Lagerbestände bei den Kunden.

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