Morgan Stanley Deutsche Bank wirbt Mitarbeiter ab

Die Querelen bei Morgan Stanley verunsichern zunehmend das Personal der US-Investmentbank. Die Deutsche Bank profitiert davon und rekrutiert gleich mehrere Topbanker.

New York - Nach eigenen Angaben hat die Deutsche Bank  acht Morgan-Stanley-Investmentbanker abgeworben. Der Wechsel der Gruppe "ist das deutlichste Zeichen dafür, dass wir weiter in unsere US-Aktivitäten investieren werden", sagte Thomas Gahan, Chef der amerikanischen Investmentsparte der Deutschen Bank.

Dabei nutzt der deutsche Branchenprimus die aktuelle Verunsicherung bei dem amerikanischen Wettbewerber aus. Tatsächlich belasten schon seit Wochen massive Querelen das Geschäft von Morgan Stanley . Rebellierende Aktionäre machen lautstark Front gegen Konzernchef Philip Purcell, den sie für den enttäuschenden Aktienkurs verantwortlich machen. Acht hochrangige Ex-Manager des Unternehmens haben Purcell zum Rücktritt aufgefordert und einen Mann aus den eigenen Reihen als Nachfolger vorgeschlagen.

Zuletzt kehrten auch zwei Wall-Street-Legenden Morgan Stanley den Rücken. Vergangene Woche nahmen Joseph Perella und Terry Meguid, die beiden führenden Köpfe des Investmentbankings, ihren Hut. Vor allem das Ausscheiden des 63-jährigen Perella, einer der legendärsten "Dealmaker" der Bank, wird von Beobachtern als Zeichen einer erneuten Verschärfung des Konflikts zwischen Purcell und den Morgan-Stanley-Anteilseignern gewertet.