Deutsche Bank 750 neue Arbeitsplätze

Die Deutsche Bank will noch in diesem Jahr neue Filialen für das Privatkundengeschäft eröffnen. Die bestehenden sollen erhalten bleiben. Überraschend hoch ist die Zahl der neuen Stellen, die ausgeschrieben werden sollen. Dabei geht es allerdings nicht nur um Festanstellungen.

Frankfurt - Die Deutsche Bank  will im Privatkundengeschäft in diesem Jahr hunderte neue Stellen schaffen und neue Geschäftsstellen eröffnen. "Wir schaffen in dieser Sparte dieses Jahr neue Beschäftigung für 750 Menschen", sagte Rainer Neske, Chef des Privatkundengeschäfts und Mitglied des Group Executive Committees der Bank.

Im Gegensatz zu anderen Banken wolle das Institut auch keine Filialen mehr schließen. "Im Gegenteil, wir bauen an vielen Standorten neue Finanzberaterbüros auf", sagte Neske. Das Privatkundengeschäft sei heute wieder eines der profitabelsten Geschäftsfelder der Deutschen Bank überhaupt.

Ein Sprecher erläuterte, es handele sich bei der Job-Initiative nicht nur um Festangestellte, sondern auch um "mobile Berater auf Provisionsbasis".

Andererseits - Abbau von gut 1900 Arbeitsplätzen

An den im Februar angekündigten Stellenstreichungen hält die Bank gleichwohl fest. Die Deutsche Bank hatte angekündigt, trotz eines Gewinns von 2,5 Milliarden Euro weltweit 6400 Stellen abzubauen, gut 1900 davon in Deutschland.

Vorstandssprecher Josef Ackermann, der die Erhöhung der Rendite vorantreiben will, war nach Veröffentlichung der Pläne heftig kritisiert worden. Mehrere Politiker hatten zum Boykott des Geldhauses aufgerufen.